Donots

Birthday Slams Live

  • Artist: Donots
  • Album: Birthday Slams Live
  • Label:
  • Release: 2020-12-04
  • Medium:
  • Bewertung:1

Ein Livealbum einer Band, die man nur versteht, wenn man die Kraft dieser Combo schon einmal live erlebt hat – kann das gut gehen? Mit dem Doppelalbum „Birthday Slams Live“ (Solitary Man Records) liegt nun die erste Live-Aufnahme in der Karriere DONOTS vor. Die Platte ist ein Geschenk des Quintetts an sich selbst: 2019 feierten die DONOTS ihren 25. Geburtstag. Damit zählen sie schon zu den alten Hasen im Business. Im Anschluss an ihre reguläre Tour zum Album „Lauter als Bomben“ (2018) haben die DONOTS noch einen Schwung Geburtstag-Gigs mit ihren bis dahin größten Headliner-Konzerten angehängt – inklusive krönendem Abschluss in ihrer Heimat Ibbenbüren.

Wer die Jungs schon einmal live gesehen hat weiß, dass sich ihre Konzerte in erster Linie durch einen extrem heftigen Austausch zwischen Band und Publikum auszeichnen. Kein Körper – sowohl vor als auch auf der Bühne – bleibt unbewegt und der Schweiß fließt in Strömen. Perfektion steht für alle Beteiligten deutlich hinter Spaß zurück. Wie soll man das auf eine CD bekommen?

Zunächst einmal nehmen die DONOTS alle „Birthday Slams“ mit aufs Album, um die Höhepunkte der Höhepunkte herauszupicken und um mögliche Verspieler oder technische Ausfälle zu kompensieren.

Los geht es mit dem bewährten Intro, bei dem das Publikum lauthals die Band fordert. Das geht dann nahtlos in die Kampfansage „Ich mach nicht mehr mit“ über. Band und Publikum sind ab dem ersten Takt auf 100%. Es folgt Hit auf Hit, knapp die Hälfte der 20 Songs entstammt den letzten beiden deutschsprachigen Alben. Die Pausen dazwischen sind mit Sänger Ingos bekannt launigen Ansagen und reichlich Zuschauerlärm gespickt. Man hört der Band in jeder Sekunde die Freude über die Auftritte an, das Publikum pogt und circlepittet vor dem inneren Auge mit. „Calling“, „Wake the Dogs“ und „Stop the Clocks“ bringen die Zuschauer zum Kochen.

Weil die Band Geburtstag feiert, hat sie sich reichlich Gäste eingeladen: Die Antilopengang verpasst „Kaputt“ eine neue Rap-Strophe, Vom Ritchie (Die Toten Hosen) witzelt, dass „nicht genug Geld für Campino“ vorhanden war und sitzt bei „Superhero“ an den Drums. Turbostaat-Frontmann Jan steht bei „Gegenwindsurfen“ auf den Brettern und Sammy von den Broilers verschönert „Problem kein Problem“.

„Birthday Slams Live“ geht mit den Überhits „Whatever Happened to the 80s“ und natürlich dem Twisted-Sister-Cover „We´re Not Gonna Take it“ auf die Zielgraden. Den Abschluss bildet „So Long“ (leider ohne Frank Turner). Spätestens bei diesem Titel läuft es einem eiskalt den Rücken runter, das Publikum singt minutenlang mit und es entsteht der Eindruck, mittendrin zu stehen. EikeAlexPurgenGuidoIngo  gelingt es wirklich großartig, die Konzert-Atmosphäre rüberzubringen. Mehr Live-zu-Hause geht nicht.

(verfasst von Wolfgang Gouterney)

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DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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