Schlagwort: Stoner Rock

SWEDEN ROCK 2022 – Das Billing ist komplett. Nur noch wenige Tickets erhältlich! UPDATE: Running Order veröffentlicht

Der Veranstalter hat nun die Running Order für das Sweden Rock bekanntgegeben. Das Festival ist nahezu ausgebucht, es gibt lediglich noch ein kleines Kontingent an Tagestickets für Freitag, den 10. Juni 2022. Die Sweden-Rock-App wurde ebenfalls aktualisiert und ist für Android und Apple in den üblichen App-Stores verfügbar. Der Veranstalter hat gestern das Billing für…

Area Fifty-Fun

Die fliegende Untertasse auf dem Cover ist abgestürzt. Mitten in den Wohnwagen. Kaboom. Dabei starten Der Neue Planet mit ihrem zweiten Album „Area Fifty-Fun“ (Tonzonen Records) doch erst richtig durch, oder? So ein UFO-Crash kann schließlich sehr spannend sein, und das trifft hier auch auf die Musik zu. Vier Tracks irgendwo zwischen Post-, Progressive und…

Hypercarnivore

Stoner- und Alternative-Rock mit Heavy-Fuzz-Attitüde gibt es einigen da draußen, aber nur wenige Beispiele mit einer einprägsamen Frontfrau am Ruder. Das norwegische Quartett Waste A Saint zeigt mit „Hypercarnivore“ (All Good Clean), wie man so etwas richtig macht und bläst damit mal eben locker ein unglaublich elektrisierendes Album aus den Boxen. Gitarre, Bass, Schlagzeug gepaart…

Payan

Das Ende ist nah. In unseren schwierigen Zeiten möchte man das leider fast glauben. „Das Ende“ ist ein großes Thema auf „Payan“ (Noisolution), dem neuen Album des Berliner Trios Samavayo, das ab dem 25. März in den Regalen steht. Es geht um Zerstörung, Krieg, Gier, Isolation – das ganze Programm, verpackt in stampfenden Stoner-Rock, der…

EVERT SNYMAN – Exklusive Videopremiere der südafrikanischen Stoner-Rocker

Die südafrikanische Psych-Stoner-Truppe Evert Snyman & The Aviary veröffentlichen am 1. April ihr neuestes Album „Pruning in the Dark“ bei Mongrel Records. In Kooperation mit der Plug Music Agency dürfen wir euch exklusiv für den deutschsprachigen Raum die schrille Nummer „I Never Listen When You Speak“ präsentieren, die wir unten für Euch eingebunden haben. Der…

God Of Spinoza

Große Gefühle, Schweiß, Ekstase, ein Höhepunkt nach dem anderen. Wir reden hier nicht vom Sex, sondern vom neuen Daily Thompson Album „God Of Spinoza“ (Noisolution). Wenn man aber bei dem Vergleich bleiben möchte: das Cover des fünften Studioalbums der Dortmunder Band trügt. Es geht hier nicht um Blümchensex.

Der jüdisch-niederländische Philosoph Baruch de Spinoza ist Namensgeber des Albums, dessen Titel sich auf das Albert Einstein-Zitat bezieht, er glaube nur an „Spinozas Gott“. Das Dortmunder Trio beschäftigt sich aber nicht nur mit Religion und Philosophie, sondern in erster Linie mit dem Musikmachen. Herausgekommen ist eine musikalische Zeitreise zurück in die 90er Jahre. Sonic Youth trifft auf die Pixies, Grunge und Alternative begegnen immer noch vorhandenen Elementen des psychedelischen Stoner-Rocks. All das und noch viel mehr ist „God Of Spinoza“ geworden. Ein ungewöhnlicher Titel für einen ungewöhnlichen Song für ein ungewöhnliches Album.

Das Album ist ohne jeden Zweifel das bisher reifste Werk der dreiköpfigen, nach dem britischen Zehnkämpfer Daily Thompson benannten Formation. In der Besetzung Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug legen Danny Zaremba, Mercedes Mephi Lalakakis und Matthias Glass acht Songs vor, die sich stilistisch auffallend von der Musik des Vorgängers abheben. Die fuzzigen Stoner-,  Spacerock- und Psychedelic-Attitüde treten etwas in den Hintergrund, präsenter werden nun Noise, Desertblues, und ganz besonders der 90er Grunge. Der Opener ‚Nimbus‘ verschwindet nicht in selbigem, sondern schlägt gekonnt die Brücke zwischen den eher psychedelischen Tönen des Vorgängers und dem Alternative Rock der neuen Platte. ‚Cantaloupe Melon‘ wirkt fast schon progressiv mit seinen wechselnden Stimmungen von zart und zerbrechlich bis hin zum aggressiven Höhepunkt mit dem wechselseitigen Gesang. Das stylische ‚Golden Desert Child‘ hingegen bezaubert das Stoner-Herz mit groovendem Desert-Blues.

Daily Thompson haben auf „God Of Spinoza“ ihre bisher stärksten Melodien geschrieben. ‚Midnight Soldier‘ hat nicht nur eine tolle Hookline, sondern auch treibende Gitarrenriffs, die zum Nackenschütteln einladen. Und dann sind da ja noch ‚Songs wie ‚Muaratic Acid‘ und ‚I Saw Jesus In A Taco Bell‘, für uns die beiden Highlights der an Höhepunkten nicht armen Platte. Um zum eingangs erwähnten Sex zurückzukommen: Daily Thompson schütteln und die ganze Nacht hindurch. Das sind nicht nur große Gefühle, das ist auch treibende Ekstase. „God Of Spinoza“ ist  musikalische Lust und Soundtrack für innige Begegnungen und vermutlich eines der ganz großen Genre-Sterne dieses Jahres. Blumen für Daily Thompson und ein dickes Dankeschön!

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Ambition Freedom

Heavy, stoned, angejazzt, überraschend, fast schon progressiv, all das und noch viel mehr ist „Ambition Freedom“ (Drabant Music), das neueste Werk von Thulsa Doom. Die 1999 gegründete Band (nach Auszeit und Rückkehr des Sängers immer noch in Originalbesetzung) ist schon lange eine große Nummer im heimischen Norwegen. Benannt nach dem Bösewicht in Robert E. Howards Conan bzw. Kull Geschichten haben die fünf Bandmitglieder lustige Namen wie Papa Doom, El Doom oder auch Doom Perignon.

Musikalisch wurde die Band aus Oslo beeinflusst durch die frühen Black Sabbath oder auch die Stoner-Rocker von Kyuss, man wird aber auch ein wenig Thin Lizzy oder frühe Deep Purple entdecken. Auf „Ambition Freedom“ kommen zusätzlich Einflüsse aus dem Jazz und Psychedelic Rock hinzu. Heavy Rock trifft Classic- und Stoner-Rock trifft nordisch-unterkühlten, aber ausgesprochen groovenden Alternative. Dabei schwingen oft 70er Jahre Attitüde mit, so im Opener ‚Endless, Unless‘. Zwischendurch wird es fast schon poppig mit dem energiegeladenen ‚Man With Ambition‘. Der Song ‚Die Like An Aviator‘, ein heimliches Highlight des Albums, das durch die Bank weg mit starken Songs aufwartet, hat einen ganz starken Refrain, der Erinnerungen an schwedischen Hard Rock weckt, aber auch mit jazzigen Parts aufwartet, die der Platte an dieser, aber auch an vielen anderen Stellen eine ganz besondere Note geben. Besonders spannend sind ohnehin die kleinen Details am Rande: Hier eine Slide Guitar, dort orgelnde Keys. Kleine Akzente lockern den schweren Rock auf und sind begeisternde Zeugen von großartigem Songwriting.

Bei manchen Titeln denkt man sich beispielsweise am Anfang, dass man genau weiß, was als nächstes kommt. Doch weit gefehlt! Das norwegische Quintett überrascht immer wieder mit dem Bruch sämtlicher Konventionen, mit unerwarteten Effekten auf den Vocals und einer dichten, modernen Produktion. Das Ergebnis: Acht faszinierende Songs, ein starkes Album für alle Heavy-Rock-Freunde.


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Earthbound

Es ist das vierte Studioalbum innerhalb von vier Jahren Bandgeschichte. „Earthbound“ (Jansen Records) heißt der neue Output des norwegischen Trios Kanaan, das für alle Stoner- und Jazzheads mit unterschwelligem Hang zum psychedelischen Freejazz oder Fuzzgefrickel interessant sein dürfte. Die drei Musiker aus Oslo zaubern ganz klassisch mit Gitarre, Bass und Schlagzeug ein rein instrumentales Album aus dem Ärmel, das geschickt musikalisches Know-How und Spielfreudigkeit mit schwerem, teils improvisiert wirkenden Rock kombiniert. Gewichtige Bassläufe im Motorpsycho-Stil, wabernde, spacige Sounds im Hawkwind-Gewand, stampfende Stoner-Attitüde und einige nette Gitarrensoli erfreuen das psychedelische Herz.

Man merkt, dass die drei Bandmitglieder viel Erfahrung haben. In Norwegen sind sie Mitglieder diverser anderer Bands wie Mall Girl, Juno und Vegard & Ivar. Auf „Earthbound“ entwickeln sie ihren aus den Vorgängeralben bekannten eher jazzigen Stil konsequent weiter und steigen hinab in tiefe und ziemlich heavy daherkommende Krautrock- und Stoner-Gefilde. Nach einem Prelude geht es mit dem knarzenden ‚Return To The Tundrasphere‘ gleich in die Vollen. Manchmal fragt man sich, ob die Wirkung der Musik mit Gesang und düster-aggressiven Vocals vielleicht noch besser gewesen wäre, aber sei’s drum, auch instrumental überzeugen die Skandinavier und beschwören eben auch ohne Text stimmungsvolle, durch die Wolken wälzende Bilder im Kopf herauf.

Das ruhige ‚Mirage‘ lässt den Hörer Zeit zum Durchatmen, der Longtrack ‚Mudbound‘ verliert sich manchmal ein wenig auf der holperigen Wegstrecke. ‚No Star Left Unturned‘ beendet das Album mit einer Wand aus Noise. Wahrlich, die Sterne werden auf dieser Platte umgedreht, herumgewirbelt und neu angeordnet. „Earthbound“ ist ein treibendes, hin und wieder etwas sperriges Album geworden, das ein paar Durchgänge im Player benötigt, um den Hörer ganz einzufangen, aber wer Kanaan diese Chance einräumt, findet das Gelobte Land des Stoner-Psych-Jazz-Rocks, in dem zwar keine Milch und Honig, aber Gitarren, Bässe und Drums fließen.

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DAILY THOMPSON – Neues Album und Tour im Dezember

Daily Thompson melden sich am 03. Dezember mit ihrem neuen Album „God Of Spinoza“ zurück. Die Dortmunder legen auf dem neuen Album den Schwerpunkt weniger auf die spacigen Psychedelic-Sounds des Vorgängers, sondern liefern überwiegend 90er Alternative-Rock, Grunge und natürlich jede Menge Überraschungen ab. Wer die Pixies oder Dinosaur jr. mag, sollte sich den 03. Dezember…

ICARUS BURNS veröffentlichen den neuen Song „Megalodon“

Die Berliner Stoner/Psych Rock-Band ICARUS BURNS hat ihren neuen Song „Megalodon“ veröffentlicht. Wer sich davon überzeugen möchte, dass gelungener, authentischer Stoner auch aus heimischen Gefilden kommen kann, sollte die 2019 gegründete Band unbedingt einmal anchecken:     Weitere Infos zur Band und zusätzliches Songmaterial findet ihr hier: Icarus Burns bei FacebookIcarus Burns bei Youtube Icarus…