Kategorie: reviewalbum

100 KILO HERZ – Akustisch im Gewandhaus

Früher, in grauer Vorzeit, gab es diese Institution Namens MTV. Wie das bei Institutionen nunmal so ist, haben sie auch ganz eigene Sitten und Bräuche entwickelt. Der Ritterschlag schlechthin war damals die Einladung an Bands ein MTV Unplugged aufzunehmen: Meist mit neu arrangierten Songs, oft in Begleitung klassischer Musiker*innen, aber immer mit den beiden Pflichtaufgaben,…

DIE OBERHERREN – Die By My Hand

Kann man schon von einem Gothic-Revival sprechen? Vermutlich nicht. Das, was der Darkwave und der Gothic in den 80ern und frühen 90ern war, war ein Lebensgefühl. Zu diesem Lebensgefühl gehörte die ausführliche Beschäftigung mit der eigenen dunklen Seite, mit der Andersartigkeit, die auch als Protestform zelebriert wurde. Heutzutage protestiert jeder gegen alles und jeden, solange…

DONOTS – Heut ist ein guter Tag

Es gibt wohl nur wenige Bands, die die Pandemiezeit halbwegs so gut rumbekommen haben, wie die Donots, denn zumindest im ersten Seuchenjahr hatten die fünf Ibbenbürener ohnehin eine Auszeit geplant. Entsprechend gab es keine gravierenden Tour-Verschiebungen, wie bei den meisten anderen Kolleg*innen. Die Zeit hat die Truppe genutzt, um eine Biographie und ein Live-Album zu…

FETTES BROT – Hitstory

„Es ist 1996, meine Freundin ist weg und bräunt sich In der Südsee – allein? Ja, mein Budget war klein, Na fein, herein, willkommen im Verein!“ Wer kennt sie nicht, diese magischen Worte der drei Pinneberger und wer hat sich nicht in seiner Jugend bereits einen Knoten in die Zunge gerappt, beim Versuch eines Party-Playbacks.…

LEPER COLONY – Leper Colony

Morgoth waren nicht nur wegen ihres überragenden Songwritings und dem Mut im Thrash und Doom Metal zu wildern eine außergewöhnliche Band. Besonders wegen der ultra brutalen Vocals von Marc Grewe sind die beiden EPs, „Cursed“ und „Odium“ Klassiker des Genres geworden. Danach hat sich Grewe für viele Projekte hergegeben. Zusammen mit dem nicht Tod zu…

RULAMAN – To Serve The Dune

„To Serve The Dune“ (Tonzonen Records) ist der Debüt-Longplayer der 2015 gegründeten Tübinger Formation Rulaman, der nach zwei EPs (eine davon noch unter dem Namen The Hace) Ende Januar das Licht der Plattenwelt erblickt. Dieses Baby schreit auf psychedelisch, hat gewisse Stoner Attitüde und wabert sich mit vielfach instrumentalen Klangteppichen irgendwo zwischen Pink Floyd und…

ULI SAILOR – Punkrock Piano

Auch wenn der Name Uli Sailor im ersten Moment vielleicht nicht so geläufig ist, so ist er in der Punkrockszene kein unbeschriebenes Blatt. Der Multiinstrumentalist war Mitglied bei den D-Sailors, der Terrorgruppe (ab 2013) und Tusq. Nun hat er sich unter dem Titel „Punkrock Piano“ (SBÄM) seit 2022 ein neues Projekt gesucht. Wie der Name…

PASCOW – Sieben

Pascow gelten nicht gerade als die schnellste Band, wenn es darum geht, ein neues Album aufzunehmen. Häufig liegen vier oder fünf Jahre zwischen zwei Platten. Auch diesmal ist es so. Vier Jahre nach „Jade“ erscheint mit „Sieben“ ihr neuer Longplayer, der seinen Namen schlicht und ergreifend von der Anzahl ihrer Studioalben hat. Die sieben ist…

BLACK STAR RIDERS – Wrong Side Of Paradise

Auch wenn die Black Star Riders im letzten Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feierten, bleibt die Band doch weiterhin zwingend eng verbunden mit den legendären Thin Lizzy. Nach deren (vorläufigen) Auflösung 1983, und dem Tod von Frontmann Philip ´Phil´ Lynott 1986, wurde Thin Lizzy Ende der 90er zwar wieder gegründet, es gab aber keine neuen Songs…

LAURA COX – Head Above Water

2008 lud die damals gerade 18-jährige Französin Laura Cox die ersten Videos mit Rock-Cover-Titeln auf YouTube hoch, und sammelte damit schnell eine stetig wachsende Fangemeinde um sich – gerade erst konnte Laura das 500.000 Abonnement bei der Plattform feiern. Nach einem vielbeachteten Rockpalast-Streaming-Auftritt im Lockdown, hat sich die Künstlerin mit ihrer Begleitband nun aufgemacht, mit…