Kategorie: reviewalbum

Rob Heron & The Tea Pad Orchestra

Soul Of My City

‚Let’s go back in time, man, let’s go back in time!‘ Rob Heron macht ein so charmantes Angebot, dass man es ihm nicht abschlagen kann. Zumal sofort klar ist, wohin die Reise geht. In die flotten Fünfziger nämlich, als das geschwungene Tanzbein allein schon Sünde und Pomade im Haar Pflicht waren. Ganze vier Alben lang…

Heated Land

In A Wider Tone

Jedesmal, wirklich jedesmal, wenn ich das Debütalbum von Heated Land in Anwesenheit von Freunden oder Bekannten laufen lasse, kommt früher oder später die Frage, was das denn für tolle Musik sei. Die zweite Bemerkung ist dann immer, wirklich immer die Verwunderung darüber, dass es sich um eine deutsche Band handelt. In der Tat, Heated Land…

Spielbergs

This Is Not The End

Ist es Ausdruck eines starken Selbstbewusstseins, dass Spielbergs ihr Debütalbum mit ‚This Is Not The End‘ betitelt haben? Immerhin wurden die drei jungen Herren aus Oslo sofort nach Veröffentlichung ihrer allerersten Single ‚We Are All Going To Die‘ derart mit Lob und Hudelei bedacht, dass es von einer gewissen Koketterie zeugen könnte, ihren ersten Longplayer…

Presto Ballet

The Days Between

Kurdt Vanderhoofs Presto Ballet geht nun bereits in die sechste Runde. „The Days Between“ bringt uns überraschenderweise auch nicht das für die Band übliche „Bäumchen-wechsel-dich“-Spiel – mit Ausnahme von Neu-Drummer Charlie Lorme ist die gleiche Besetzung am Start wie beim Vorgänger „Relic Of A Modern World“, das ja auch schon satte sechs Jahre auf dem…

Pascow

Jade

Kurz, intensiv und bedrohlich. So ist der Prolog von ‚Jade‘. Und so ist das Leben, das hier beschrieben wird. Alles geben, alles wollen. Alle Energie auf einmal und kompromisslos raushauen für ein paar wenige, aber wirklich glückliche Momente: ‚Eine ganze Nacht nicht halten wie ein Sturm, der durch Erlen zieht. Nur weg und nur raus.‘…

Soen

Lotus

Soen haben sich mittlerweile stilistisch ganz klar gefunden. Obwohl sich die Band um Wunderdrummer Martin Lopez (ex-Opeth) auf ihrem Debüt als ziemlich dreister Tool-Klon gerierte, hatte sich schon auf dem 2017er Drittwerk „Lykaia“ ein ziemlich eigener Sound herauskristallisiert, der irgendwo zwischen mitteldüsterem Progressive Metal, getragenem Art Rock und bisweilen durchaus kommerziellem Alternative Rock einpendelte. Das…

Heart

Live In Atlantic City

Nach satten dreizehn Jahren wird nun das ausgiebig gebootleggte „VH 1 Decades Rock“-Special von Heart offiziell als CD/BluRay-Package veröffentlicht – wenn auch die Show immer noch nicht komplett präsentiert wird. Das Besondere daran ist, dass es sich nicht um ein reguläres Heart-Konzert handelte, sondern um eine Art Tribute an sich selbst mit Hilfe diverser Gaststars.…

Within Temptation

Resist

„Wir waren irgendwie durch mit Orchestern und klassischen Metal-Riffs. Das haben wir schon Tausende Male zuvor gemacht.“ So spricht Sharon den Adel übers neue Within Temptation-Album. Ja, ohne Frage, das hört man. Der als Nu Metal bekannt gewordene Mix aus harten Riffs, HipHop-Grooves und elektronischen Spielereien ist derart ehedem wieder schwer im Kommen – sicher…

The 1975

A Brief Inquiry Into Online Relationships

„The UK’s most exciting band“ Diesen Titel tragen The 1975 seit einigen Monaten, geht es nach dem Q-Magazin. Was steckt dahinter? Wieso sollen andere britische Gruppen wie Bastille oder Mumford And Sons weniger exciting sein? Und was meinen die überhaupt mit diesem Adjektiv? exciting = erstaunlich, interessant Selten wurden so ernste Themen angesprochen wie diesmal.…

Angelo De Augustine

Tomb

‚Oh Baby, you tried / Oh Baby, you tried / Oh Baby, you tried.‘ Kann es etwas Tragischeres geben, als die zigfach wiederholte, gut gemeinte Zusicherung, alles gegeben zu haben? Wenn man letztendlich doch alles wieder verloren hat? Das ist es, was uns Angelo De Augustine über die Liebe erzählt. Ein ganzes Album lang; hingebungsvoll,…