Kategorie: reviewalbum

Décembre Noir

The Renaissance Of Hope

Thüringen ist ein Hort guter Metalbands, üblicherweise im Black Metal verortet, aber manchmal wird es dann eben auch mal langsam und melancholisch. So bei Décembre Noir, dem Doom- Quartett aus Erfurt, das mit „The Renaissance Of Hope“ ihr viertes Album vorlegt. Die Schnittmenge Doom/Death ist extrem beliebt, aber Decembre Noir meinen diese auch wirklich ernst.…

Bas Rotten

Surge

Bas Rotten Cover

Genug von all dem Prog Metal und Metal Dinosaurier Maintream! Hier kommt was in die Fresse! Genau das, was wir derzeit ganz dringend brauchen, um uns wieder gewahr zu werden, dass wir Menschen nicht nur Teil des Problems sind, sondern sein Ursprung! Der Unmut und die Wut schwillt überall an. Schuld sind die anderen! Blödsinn!…

The Pink Moon

Cosmic Heart Attack

Wenn man so als junge Dame beim Plattenhören plötzlich von einem außerirdischen grünen Monster mit Scherenhänden attackiert wird, kann man schon mal einen Herzanfall bekommen. So zeigt es das herrlich nostalgische Coverbild von „Cosmic Heart Attack“ (Crispin Glover Records), dem dritten Longplayer der norwegischen Band The Pink Moon. Seit 2014 ist das skandinavisch Quartett aktiv…

New Model Army

Carnival (Redux)

Endlich ist klar, was das Problem mit „Carnival“ (Erstveröffentlichung 2005) war. Von allen New Model Army-Alben war es das, was nur schwer reinpasste in die Gesamtdiskografie. Und was immer eher irritierte als erfreute. Nun kommt die Band also mit einem Eingeständnis um die Ecke, und es fällt einem wie Schuppen von den Augen: „Wir hatten…

Iron Maiden

Nights of the Dead – Legacy of the Beast, Live in Mexico City

„Rock In Rio“. „Death on the Road“. „En Vivo“. „Flight 666“. „Maiden England ´88“. „The Book of Souls: Live Chapter“. Jetzt kommt „Nights of the Dead – Legacy of the Beast, Live in Mexico City“ (Parlophone) heraus. Es ist das siebte Livealbum, das Iron Maiden seit 2002 herausbringen. Damit haben sie in dem Zeitraum mehr…

AC/DC

PWR UP

Machen wir’s kurz: Zu „PWR UP“ (Columbia / Sony Music) , der neuen Scheibe des australischen Stromanbieters AC/DC, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst: „Power Up“ (so die ausgeschrieben Form des Titels, der auf dem Cover nur als „PWR UP“ zu lesen ist) klingt wie AC/DC. Die schlechte: „PWR UP“…

DIE TOTEN HOSEN

Learning English Lesson 3: MERSEY BEAT! The Sound of Liverpool

Campino hat jüngst seine Autobiografie („Hope Street“) veröffentlicht. Dabei ist er ziemlich tief in seine eigene halbenglische Familiengeschichte eingetaucht und hat seine Bandkollegen überzeugt. Überzeugt sich nur drei Jahre nach der zweiten Learning English Platte (2017) erneut einem speziellen Thema zu widmen. Diesmal lag es thematisch nahe dass es eine Beatplatte werden musste. Very british.…

Katatonia

Dead Air

Wenn es etwas gibt, dass die Meinungen spalten kann und wird, dann ist es mit Sicherheit „Dead Air“, das neue Album von Katatonia. Wie viele andere Bands haben Katatonia die coronabedingte Freizeit, was Konzerte und Tourneen angeht, genutzt, um einen Livestream anzubieten. Dafür durften die Fans 17 Songs auswählen, die die Band spielen sollte, hinzu…

Paradise Lost

Obsidian

Obsidian – das neue Album von Paradise Lost – ist vom Charakter her ziemlich genau wie das titelgebende Gestein. Tiefschwarz und hart, aber beim richtigen Betrachtungswinkel glänzend wie ein Diamant. Im Gegensatz zum Vorgänger „Medusa“ haben sich Paradise Lost wieder vorrangig auf das Songwriting konzentriert und weniger darauf, mit jeder Faser hart und derb zu…

Mourn

Self Worth

There’s a lack of respect, lack of respect between you and me. Diese Erfahrung machen in Zeiten von anonymisierten Kommunikationsformen, ungezügelter Mitteilungsflut und Hatespeech viele, vor allem junge Menschen tagtäglich. Aber nur wenige sprechen es so explizit aus und gehen dagegen an, wie Mourn es auf ihrem neuen Album tun. „Self Worth“ (Captured Tracks), das…