Schlagwort: Alternative Rock

ANNISOKAY IN MÜNCHEN – Kreislaufen beim Tourauftakt

Mehr als ein Jahr musste die Post-Hardcore-Band Annisokay warten, bis sie Ihr aktuelles Werk „Aurora“ dem Publikum vorstellen konnte. Als Special Guest hat der Headliner zwei vielversprechende Bands im Gepäck. Unser Redakteur Andre war beim Tourauftakt in München dabei. Da ist es wieder, dieses Kribbeln, dieses endlose Warten auf den Feierabend. Endlich wieder Livemusik! Die…

SETYØURSAILS – Endlich auf Tour mit Annisokay

Bei Setyøursails ist in den letzten Jahren einiges passiert. Vom Gewinner eines Newcomer-Wettbewerbes über den Vertrag mit Napalm Records bis hin zum ersten Album „Nightfall“ hat die Melodic-Hardcore-Band aus Köln einen stetigen Aufstieg erfahren. Einen Dämpfer gab es allerdings für die geplanten Auftritte, der Grund hierfür dürfte hinreichend bekannt sein. Doch nun geht es los.…

Hypercarnivore

Stoner- und Alternative-Rock mit Heavy-Fuzz-Attitüde gibt es einigen da draußen, aber nur wenige Beispiele mit einer einprägsamen Frontfrau am Ruder. Das norwegische Quartett Waste A Saint zeigt mit „Hypercarnivore“ (All Good Clean), wie man so etwas richtig macht und bläst damit mal eben locker ein unglaublich elektrisierendes Album aus den Boxen. Gitarre, Bass, Schlagzeug gepaart…

EVERT SNYMAN – Exklusive Videopremiere der südafrikanischen Stoner-Rocker

Die südafrikanische Psych-Stoner-Truppe Evert Snyman & The Aviary veröffentlichen am 1. April ihr neuestes Album „Pruning in the Dark“ bei Mongrel Records. In Kooperation mit der Plug Music Agency dürfen wir euch exklusiv für den deutschsprachigen Raum die schrille Nummer „I Never Listen When You Speak“ präsentieren, die wir unten für Euch eingebunden haben. Der…

TRI STATE CORNER – Co-Headliner-Tour startet im April

Auch die Bouzouki-Rocker von Tri State Corner mussten in den vergangenen zwei Jahren auf die Bühnen dieser Welt verzichten. Doch bald ist es soweit. Die Band geht zusammen mit Carl Sentance als Co-Headliner auf Tour. Ab April haben die Jungs endlich die Gelegenheit, ihr im letzten Jahr erschienenes Album „Stereotype“ dem breiten Publikum live zu…

FHEELS – Single aus Debüt-Album thematisiert Tabu-Thema

Es heißt korrekt „Mensch mit Behinderung“ und nicht „Behinderter“. So soll auch sprachlich klargestellt werden, dass die Person und nicht die Einschränkung im Vordergrund steht. Manchmal bleibt Betroffenen aber gar nichts anderes übrig, als diese Eigenschaft und die damit verbundenen Vorurteile ausdrücklich zu thematisieren. Die Hamburger Rockband FHEELS singt in ihrer neuen Single „Sharp Dressed…

JUNGER – Debüt-Album kommt im Februar

Das österreichische Quartett Junger veröffentlicht mit „Kein Land in Sicht“ ihr Debüt-Album. Es handelt sich bei der Truppe -trotz Erstveröffentlichung- nicht um Jungspunde, sondern um gestandene Männer mitten in den Vierzigern. Tatsächlich handelt es sich nicht einmal um die erste Scheibe der Gruppe. Unter verschiedenen anderen Namen und wechselnden musikalischen Ausrichtungen spielen sie bereits seit…

Grunge Locomotive

Regen in der Wüste? Oder doch eine stampfende, tonnenschwere Dampflokomotive? Der Opener heißt Desert Rain, die Band Desertrain, das Album „Grunge Locomotive“ (Grimond). Das klassisch besetzte Quartett aus Wroclaw in Polen hat sein Debütalbum in der Heimat bereits im Jahre 2020 veröffentlicht und ist in der dortigen Grunge- und Stoner-Szene nicht mehr ganz unbekannt. Nach dem üblichen Virus-Break nimmt die Band jetzt neu Anlauf, und „Grunge Locomotive“ erscheint jetzt auch bei uns.

Das Debüt von Damian Kikola (Gesang), Piotr Piter Bielawski (Gitarre), Szymon Sajmoon Makowiecki (Bass) und Lukasz Roman Romanowski (Drums) ist durchaus mit der auf dem Cover abgebildeten schweren Lok vergleichbar: Stampfend, rüttelnd, voranpreschend. Desert Rock und Stoner treffen Grunge, und wer auf Soundgarden oder Alice In Chains steht, wird hier schon mal nicht schlecht bedient. Das ist nicht wirklich neu – okay, aus Polen hat man diesen Sound bisher nur selten gehört, zugegeben – aber macht durch die Bank weg Spaß. Frontman Kikola überzeugt mit einer rauen, passenden Stimme, und insbesondere die Gitarre setzt immer wieder schöne Akzente mit viel Kraft und Spielfreude. Dabei ist festzustellen, dass die erste Hälfte des Albums alle potentiellen Hits enthält und gegen Ende die Luft ein wenig ausgeht. Der Opener ‚Desert Rain‘ (diesmal wirklich der Regen!) groovt sich schnell ins Ohr, und das folgende ‚White Moon‘ sorgt für orgentlich Stimmung mit leicht psychedelischen Tendenzen.

Im letzten Drittel schwächelt die Platte etwas, und der über neun Minuten lange Track ‚No Name Moment‘ besticht zwar mit wuchtigten Bässen und waschechter Stoner Attitüde, weiß aber nicht so recht, wohin er eigentlich will. Nicht falsch verstehen: alle Tracks machen Laune, grooven und trotzen nur so von purer Spielfreude. Aber wenn das Album sein Ende erreicht hat, bleiben manche Stücke eben nicht unbedingt im Gedächtnis. Aber dennoch: die vier Polen haben ein spannendes Debüt erschaffen, und gerade die erste Handvoll Songs zeigt, dass hier viel Potential steckt. Die Grunge Lokomotive mit ihrem ganzen Zug ist noch lange nicht abgefahren, sondern setzt sich jetzt erst richtig in Bewegung. Wir sind gespannt auf mehr!

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