Schlagwort: Folkrock

BRIAN FALLON – Endlich auf Europa-Tour

Es ist so weit: Brian Fallon macht sich auf den Weg über den großen Teich, um seine Tour-Termine in Europa nachzuholen. Sieben seiner Shows spielt er in Deutschland. Im Gepäck: Sein nach wie vor aktuelles Album „Local Honey“, das bereits im März 2020 veröffentlicht wurde, sowie seine Tour-Band The Howling Weather. Als Support sind Chris…

THE WATERBOYS – Weiterer Appetizer zum neuen Album

Die Folk-Rocker von The Waterboys sind seit über 40 Jahren unterwegs und veröffentlichen im Mai mit „All Souls Hill“ ihr neues und mittlerweile 15. Studioalbum. Mit „Here We Go Again“ gibt es nun einen weiteren Vorgeschmack auf das Werk. Nach erfolgreichen Auftritten, u.a. im Vorprogramm von Größen wie U2, feiern die Männer rund um Frontmann…

FTHC

Es gibt wohl kaum einen Künstler, der weltweit so oft auf irgendeiner Bühne zu finden ist, wie Frank Turner, außer vielleicht der deutlich ältere Bob Dylan. Meist begleitet von seinen „Sleeping Souls“, manchmal Solo (wie Dylan zu Beginn seiner Karriere) oder mit seiner Hobby-Band „Möngöl Hörde“. Dem rastlosen Folk-Punk-Rocker dürfte die Zwangspause daher vielleicht noch…

FRANK TURNER – Weiterer Appetizer aus dem neuen Album

Dem englischen Folk-Punk-Rocker Frank Turner kann man eine Sache nicht vorwerfen, und das ist Faulheit. Entweder tourt er unermüdlich durch die ganze Welt, oder veröffentlicht eine neue Platte. Da die Zwangspause Konzerte vereitelte, hat er die Zeit genutzt, neue Songs zu produzieren. Mit „A Wave Across A Bay” gibt es nun einen weiteren Vorgeschmack auf…

THE LUMINEERS – Neue Platte statt Welt-Tournee

Wie so viele andere Bands in den letzten zwei Jahren, haben auch die amerikanischen Folk-Rocker von The Lumineers die aufgezwungene Tour-Pause für die Arbeit an neuen Songs genutzt. Nachdem der Schock der Konzert-Absagen verdaut war, arbeiteten die beiden Gründer des zum Duo geschrumpften ehemaligen Quintetts Jeremiah Fraites und Wesley Schultz direkt an neuen Titeln. Zehn…

„There Must Be A Place – The Official Documentary“

2018 beendet die schottische Band Runrig nach 45 Jahren eine durchaus erfolgreiche Karriere. Drei Jahre später erscheint mit „There Must Be A Place – The Official Documentary“ eine Dokumentation, welche die Höhen und Tiefen der Band von den Anfängen bis zum „Last Dance“ sehr detailreich beschreibt.

Die 100-minütige Retrospektive ist in sechs Kapitel aufgeteilt. „At the Edge of The World“ beginnt bereits im Jahr 1956 und zeigt zahlreiche Bilder der Macdonald-Brüder aus ihrer Jugend. Rory und Calum beschreiben, wie sie zur Zugang zur Musik bekommen und im Jahr 1973 die „Run Rig Dance Band“ gründen. Sehr detailliert beschreiben die  Gründungsmitglieder die Anfänge der Band. Untermalt werden die Erzählungen mit vielen Videos und Fotos aus den Gründerjahren von Runrig.

Von der Tanzband zum ersten Plattenvertrag

Auf einem alten Tape von Rory sind die ersten Klänge von „Run Rig“ zu hören. Calum Macdonald sitzt zu dem Zeitpunkt am Schlagzeug, sieht sich selbst jedoch eher in der Rolle als Songwriter. Peter Hamilton, Gründer von Lismor Records erzählt, wie 1978 mit „Play Gaelic“ das erste Album der Band entstanden ist. Er ist unter anderem nicht amüsiert darüber dass Rory immer und immer wieder das Gitarrensolo noch mal neu einspielen möchte. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen auch schon damals speziell bei den Produktionen Welten.

Gälische Klänge und politische Statements

Die weiteren Kapitel wie „Young And Dairing“ und „Protect And Survive“ nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise durch Runrigs weiteren Werdegang und zeigen detailiert, dass die Band schon immer ein Verfechter ihrer schottischen Wurzeln war. Hier ist es hilfreich, dass Videos mit gälischen Songs englisch untertitelt sind. Alte Videos zeigen, dass Sänger Donnie Munro recht oft mit einem Bundeswehr-Hemd auf der Bühne stand. Die Band erklärt, dass sie sich durchaus als politische Band sehen.

Höhen und Tiefen

Neben dem Aufstieg der Band in den Anfangszeiten werden natürlich auch die Probleme der Band betrachtet. Zeigen diese doch, wie die Mitglieder zeitweise in ihre alten Berufe zurückkehren, da sie von der Musik alleine nicht leben können. Neben den Hauptprotagonisten Rory und Calum Macdonald kommen immer wieder auch ehemalige Mitglieder wie die Keyboarder Richard Cherns und Peter Wishart zu Wort.

Rocket To The Moon

Nicht nur Runrig-Fans werden sich an eine sehr spezielle Geschichte erinnern. Die Raumfähre Columbia brach am 1. Februar 2003 bei ihrem 28. Weltraumeinsatz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander, wobei alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Zu der Besatzung gehörte auch Laurel Clark. Clark, bekennender Fan von Runrig nahm eine CD der Band mit auf die Weltraummission. Auf der Bluray wird das Kapitel noch einmal teils sehr beklemmend, jedoch gefühlvoll in Erinnerung gerufen.

Ein Neuanfang mit einem Teamplayer

Donnie Munro verlässt Runrig 1997, um in der Polik eine neue Herausforderung zu finden. Das Kapitel „All Things Must Change“ beschreibt bildhaft die Suche nach einem vergleichbaren Sänger. Auch hier greift Gründungsmitglied Rory in sein Archiv. Es sind Beispiele einiger Auditions zu hören, bei denen sich Aspiranten auf die frei gewordene Stelle bewerben. Schnell wird deutlich, dass ein geeigneter Sänger auf diesem Weg nicht gefunden wird. Wie letzlich Bruce Guthro zur Band gestossen ist wird ausführlich erörtert. Auch die Mutter des neuen Sängers kommt zu Wort und erzählt, wie sie die ersten Auftritte ihres Sohns in einer Bar verfolgt hat.

The Last Dance

Das „Book Of Golden Story“ wird 2018 für immer geschlossen. Natürlich darf der letzte Weg der Band auf „There Must Be A Place“ nicht fehlen. Wieder kommen die Musiker zu Wort und man merkt ihnen deutlich an, dass sie ob des finalen Schrittes Zweifel hegen. Ist es wirklich richtig, hier den Schlussstrich zu ziehen?
Das Kapitel ist -obwohl drei Jahre her- immer noch sehr emotional und treibt nicht nur dem Riggie die Tränen in die Augen. Als Bonusmaterial gibt es noch 3 kleine Kapitel, in denen es unter anderem um die schottische Kultur geht und Runrigfans zu Wort kommen. Die deutschsprachigen Fans werden sich ganz besonders über die deutschen Untertitel der Hauptgeschichte freuen.

Regisseur Jack Cocker berücksichtigt nahezu alle bekannten und für viele Zuschauer unbekannte Phasen der Band und nimmt nicht nur den Fan der schottischen Band mit auf eine 45-jährige Reise. Neben fast allen Mitgliedern kommen zahlreiche Wegbegleiter zu Wort. Vom Schulfreund bis zur 2006 verstorbenen Managerin Marlene Ross, jedem wird genug Zeit gewidmet, um seinen Part der Runrig-Geschichte zu erzählen. Die Story ist sehr gefühlvoll in viele Videos, Fotos und alten Tonaufnahmen eingebettet. Selbstverständlich gibt es sehr viel Musik von der Band in der kompletten Geschichte. Als Dokumentation einer Bandgeschichte setzt „There Must Be A Place- The Official Documentary“ neue Maßstäbe.

Photo Credit: Andrew King

Bandhomepage

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Safari Station

Auf die Idee, psychedelischen Folk mit Afrobeats zu verschmelzen, sind vermutlich noch nicht so viele Leute gekommen. Zeit dafür wurde es aber. Wer das nicht glaubt, hört sich mal „Safari Station“ (Rivertale Prod. / Noisolution) von Andrea Van Cleef und Diego „Deadman“ Potron an.

Beide Musiker bringen sehr unterschiedliche Inspirationen mit, die auf der „Safari Station“ zusammenkommen. Singer-Songwriter, Gitarrist und Bassist Andrea van Cleef ist ein vielbeschäftigter Live-Musiker und überwiegend im akustischem Folk, aber auch im Stoner-Doom zu Hause. Der in Mailand lebende Multi-Instrumentalist Diego „Deadman“ Potron mag dunklen Americana-Folk mit viel Percussion und relaxten Pianoparts. Das Ergebnis ist eine Mischung aus allem. Die beiden schufen gemeinsam ein abwechslungsreiches, sehr entspanntes Album irgendwo zwischen Folk, Pop, Experimental und Psychedelic.

Interessant ist hierbei immer wieder die Verschmelzung von akustischem Material mit elektronischen Tönen und Beats. Manches klingt ein bisschen nach Tom Waits oder dem späten Johnny Cash zu Zeiten der American-Recordings, unterlegt mit dezenten Effekten. Progressiver Pop trifft auf psychedelischen Folk. Ruhige Nummern wie ‚Mozuela‘ wirken sehr retro, beschwören Assoziationen an die goldenen 50er des letzten Jahrhunderts herauf, oder sie versetzen uns mit dunklen Sounds und emotionalen Momenten mitten in die Wüste. Manchmal ist der Gesang sehr hallig, was gewöhnungsbedürftig daher kommt, aber doch für mächtig Atmosphäre sorgt. Ein Cover gibt es auch: Johnny Wakelins Disco-Nummer ‚In Zaire‘ wird auf „Safari Station“ zu einem düsteren Trip mit Percussion und Beats vom Feinsten. 

„Safari Station“ ist ein Album der Stimmungen geworden, eine musikalische Reise in die Dunkelheit, in der es aber auch tanzende Lichter und Hoffnung gibt. Beide Musiker haben ihre eigenen Stile eingebracht und gemeinsam etwas erschaffen, das mehr als nur die Summe seiner Einzelteile ist.

Andrea Van Cleef Homepage

Diego Potron bei Facebook

RUNRIG – Dokumentation „THERE MUST BE A PLACE“ erscheint am 29. Oktober

Nach 45 Jahren Bandgeschichte verabschiedete sich Runrig 2018 von der Bühne. Im Herbst 2021 präsentiert die schottische Kult-Band nun mit „There Must Be A Place – The Official Documentary“ einen besonderen Rückblick. Es ist eine filmische Retrospektive auf die Geschichte von Runrigs 45-jähriger Karriere – von ihrer Gründung auf der Isle of Skye im Jahr…

SUBWAY TO SALLY – Livealbum erscheint im Juni (Update)

In genau zwei Wochen erscheint das bereits angekündigte Livealbum sowie Blu Ray und DVD. Um die Wartezeit zu überbrücken, hat Subway to Sally das zweite Video aus der Show veröffentlicht. Saskia Forkert und Birgit Muggenthaler-Schmack, Mitglieder von Schandmaul unterstützen Subway to Sally gesanglich und an ihren Instrumenten im Song „Kleid aus Rosen“. Diese Version  steht…

dARTAGNAN – Viertes Album erscheint im März- Releaseshow als Stream

Die Folkrocker dArtagnan aus Nürnberg veröffentlichen am 26. März mit „Feuer&Flamme“ ihr mittlerweile viertes Album. Am gleichen Tag gibt es die Möglichkeit, den Release in einem Streamingkonzert mitzuverfolgen. Tickets dazu können ab 17,94 € hier bestellt werden. Es gibt diverse Ticketkategorien, mit denen man die Band unterstützen kann. Die Show beginnt um 18 Uhr. Durchhalten…