Schlagwort: Blues Rock

THE PIGHOUNDS – „Es hat nicht zur Depression gereicht!“

Am 18. November erscheint „Phat Pig Face“, das neue Album der Pighounds. Genrefans dürften die beiden Schweinehunde spätestens seit dem letzten Album „Hilleboom“ auf dem Schirm haben mit ihrer elektrisierenden Mischung aus Stoner Rock, Grunge und Alternative. Sie sind zwei Mann auf einer Mission: Gitarre, Gesang und Schlagzeug reichen vollkommen aus für einen extrem „phatten“…

THE PIGHOUNDS – Phat Pig Phace

Der Grunge kam ja ursprünglich aus Seattle, USA, jetzt ist er – nicht tot, sondern quicklebendig und wild strampelnd – nach Dortmund, Germany umgezogen. Von dort kommt das „Phat Pig Phace“ (Noisolution), das fette Schweinegesicht aus dem Stall der Pighounds. Zwei Mann auf einer Mission: die Pighounds haben nur Gitarre, Gesang und Schlagzeug im Gepäck,…

Gary Moore – Die offizielle Biographie

Im April 2022 wäre Gary Moore 70 Jahre alt geworden. Der in einfachen Verhältnissen im nordirischen Belfast aufgewachsene Musiker starb jedoch bereits im Februar 2011 mit nur 58 Jahren. Seine vielseitige und nicht immer einfache Karriere dauerte mehr als 4 Jahrzehnte und führte ihn über diesen Zeitraum durch zahlreiche Bands und Musikstile. Der für Bücher…

ROSE TATTOO – For ever Rock’n’Roll Outlaw live on stage

Wie vielen Bands erging es den Australischen Hard Rockern Rose Tattoo ähnlich, sie musste dank der Corona-Epidemie ihre Konzerte immer wieder verschieben. Da die Mannen um den umstrittenen Frontmann Angry Andersen mit den so gar nicht mit dem Rock’n’Roll zu vereinbarenden politischen Ansichten aber nichts zu verlieren haben, wurden die Termine nicht monatsweise verschoben, sondern…

GOODBYE JUNE IN MÜNCHEN – Hard Rock für Erwachsene

Unser Konzertjunkie Andre hat sich auf dem Weg nach München gemacht. Ziel war das Konzert von Goodbye June und Scarlet Rebels. Ob sich der Ritt in die bayerische Hauptstadt gelohnt hat, erfahrt Ihr in diesem Review. Der Weg aus der fränkischen Metropolregion nach München kann sich an einem Mittwochnachmittag schon mal in die Länge ziehen.…

GARY MOORE – Offizielle Biografie erscheint Mitte Mai (UPDATE)

„Gary Moore hat mit seinem leidenschaftlichen Gitarrenspiel ganze Generationen begeistert.Melodiöser Hardrock mit Thin Lizzy und Fusion mit Colosseum II in den Siebzigern, Heavy Metal in den Achtzigern und Bluesrock in den Neunzigern – Moore stand auf den Bühnen der Welt immer an vorderster Front. Musikkenner schätzten ihn, doch kaum jemand kannte ihn wirklich. Gerüchte über…

Crown

Wie viele Karrieren durch Alkohol und Drogen zum Stillstand oder Ende gekommen sind, lässt sich nur schätzen. Die von Blues-Gitarrist Eric Gales gehört in jedem Fall dazu. Zu Beginn der 90er Jahre galt er – genau wie Joe Bonamassa – als der kommende Blues-Superstar. Was aus Bonamassa geworden ist, ist hinlänglich bekannt. Gales Weg verlief…

ROSE TATTOO – Aussie-Rocker überbringen die Medizin live on stage

Sie sind sich immer treu geblieben, die Aussie Blues Hard Rocker Rose Tattoo um den unstrittenen Power-Frontmann Angry Anderson. Sie lassen niemand im Stich. So auch nicht ihre treuen Fans in Europa und holen die ausgefallenen Tourdates aus dem letzten Jahr nach. Von Mitte Juli bis Anfang August werden die Rock’n’Roll Outlaws Klassiker wie ,Remedy‘…

ERIC GALES – Neue Scheibe für das kommende Jahr angekündigt (Update: Neue Single)

Der amerikanische Bluesmusiker Eric Gales veröffentlicht nach vier Jahren Pause mit “Crown” (Mascot Label Group) im Januar sein neuestes Werk. In den 90ern schon als legitimer Nachfolger von Jimmy Hendrix gefeiert, verhinderten Drogen den ganz großen Erfolg in den Folgejahren. Der heutige mit Abstand erfolgsreichste Blues-Gitarrist Joe Bonamassa startete seine Karriere gar als Support von…

Rainbow in the Dark – Die Autobiografie

Im Mai 2010 erlag Sänger und Metal-Kultfigur Ronnie James Dio seinem Krebsleiden. Die Karriere des Italo-Amerikaners umspannte an die 50 Jahre Bühnenpräsenz und die Mitgliedschaft in genredefinierenden Bands wie Rainbow, Black Sabbath und Dio. Nun erschien posthum die zu großen Teilen noch zu seinen Lebenszeiten vom Sänger selbst verfasste und vom Musikjournalisten Mick Wall und Dios Ehefrau Wendy vervollständigte Autobiografie.
Das Buch umfasst die Lebensgeschichte von Dio von seiner Kindheit in einer Kleinstadt im Staat New York bis zum absoluten Höhepunkt seiner Karriere: Dem Auftritt mit seiner Band Dio im berühmten Madison Square Garden im Juni 1986. Damit bleiben zwar mehr als 30 Jahre in der zweiten Lebenshälfte des Musikers offen, im Vorwort deutet seine Witwe jedoch eine mögliche Fortsetzung an.

Von seinen Anfängen als Musiker (Trompetenunterricht unter den strengen Augen des italienischen Vaters) in der ersten Klasse führt Dio den Leser über die ersten Bands in Jugendtagen bis zu seiner kreativen Zusammenarbeit mit zwei der größten Gitarristen der Rockgeschichte: Mit Richie Blackmore von Deep Purple gründete er Rainbow. Mit Tony Iommi wirkte er von 1979 bis 1982 bei Black Sabbath mit, unter anderem auf dem Genre-Meilenstein „Heaven and Hell“. In den 90er Jahren und am Ende seiner Karriere war Dio nochmals für einige Jahre Sänger von Black Sabbath und spielte mit Iommi auch bei der Supergroup Heaven and Hell.

Neben amüsanten und emotionalen Anekdoten aus Kindheit und Jugend, vom jahrzehntelangen Tourleben als aufstrebender Musiker und den geschäftlichen Aspekten des Musikgeschäfts stellen die Jahre der Zusammenarbeit mit Blackmore und Iommi den interessantesten Teil des Buches dar. Offen und ehrlich erzählt Dio von den komplizierten Beziehungskonstellationen und Konflikten zwischen eigenwilligen Rock-Star-Alpha-Tieren, zu denen der Künstler selbst zweifelsohne gehörte. Die Erfahrungen, „nur als Sänger“ stets künstlerische Zugeständnisse machen zu müssen, mündete schließlich in das unbändige Verlagen, seine eigene Band zu gründen. Dio veröffentlichte sein erstes Album, den Genre-Meilenstein „Holy Diver“ mit seiner eigenen Band schließlich im Jahr 1982. Seine Entscheidung, die absolute und alleinige Kontrolle über seine Musik zu haben, stellte sich als richtig heraus. Von da an ging es steil bergauf und auch kommerziell schaffte der schmächtige Italo-Amerikaner damit den lange und hart erarbeiteten Durchbruch: In seiner Karriere verkaufte er alleine mit Dio über 20 Millionen Platten.

Die bewegte und bewegende Lebensgeschichte portätiert einen authentischen, tiefgründigen und humorvollen Künstler, der aber auch Getriebener und Perfektionist war. Mit großer Leidenschaft und unermüdlichem Ehrgeiz arbeitete und lebte Dio letzlich nur für Eines: Für seine musikalische Vision und für seine Fans.

Im Pantheon der größten und prägendsten Musiker in der Geschichte der Rockmusik und des Heavy Metal nimmt Ronald James Padavona an der Seite von anderen Größen wie John Lennon, Lemmy Kilmister oder Kurt Cobain seinen wohlverdienten Platz ein.

„Jemand erzählte mir einmal, dass Haie immer weiterschwimmen müssen, weil sie sonst sterben. Genau dieses Gefühl trieb mich an.“ (Ronnie James Dio; 1942-2010)