Schlagwort: Art Rock

Artrocker CRIPPLED BLACK PHOENIX mit Album und Tour

Die Dark-Rocker Crippled Black Phoenix aus Bristol haben bereits vor einigen Wochen ihr neuestes Album ‚Banefyre‘ angekündigt, die erste Single trägt den Titel «Blackout 77». Das Album erscheint am 09. September bei Season of Mist und kann beim Label in diversen Special-Editions vorbestellt werden. Tracklist: Intro/Incantation For The Different (2:49) Wyches And Basterdz (4:57) Ghostland…

An Hour Before It’s Dark

„An Hour Before It’s Dark“ (Earmusic) wirkt vielleicht in dieser letzten Stunde des Tageslichts besonders eindrucksvoll, aber eigentlich darf man Marillions 20. Studioalbum getrost zu jeder Tages- und Nachtzeit auflegen. Marillion sind immer noch eine der bekanntesten Bands der britischen Neo-Prog-Szene, und damit war doch eigentlich klar, was die Fans erwarten durften, oder? Nein, eben…

PORCUPINE TREE kündigen Album nach 12 Jahren an (UPDATE)

Die letzten rund 10 Jahre hatte sich Porucpine-Tree-Mastermind Steven Wilson intensiv und erfolgreich seiner Solo-Karriere gewidmet. Sehr zum Leidwesen vieler Porcupine-Tree-Fans, die die etwas härteren Klänge (im Vergleich zu den Solo-Werken) des Meisters vermisst hatten. Immer wieder hatte Wilson in Interviews die Frage gestellt bekommen, wann und ob es mit Porcupine Tree weitergehen würde. Hoffnung…

ILLEGALE FARBEN – Das Beste aus dem Lockdown machen

Ist das noch Post-Punk? Mit dieser Frage schickten Illegale Farben ihr drittes Album in die Welt hinaus. Die Band aus Köln war mutig genug, die Veröffentlichung nicht nur mitten in den Lockdown zu legen. „unbedeutend ungenau“ präsentiert zudem einen deutlich anderen Sound, als man es bisher von dem Fünfer gewohnt war. Sänger und Texter Thomas…

PINK FLOYD – Special Edition Livepaket ab 20. November

Weiter geht es mit den qualitativ hochwertigen Neuveröffentlichungen klassischer Pink-Floyd-Alben. Am 20. November steht uns „Delicate Sound Of Thunder“ ins Haus. Neben dem zeitlosen Live-Album und kompletten Konzertfilm (restauriert und neu editiert vom originalen 35mm-Film und erweitert um 5.1 Surround-Sound), die Teil des Boxsets „The Later Years“ sind, werden alle Editionen werden mit einem 24-seitigen…

Weltschmerz

In diesen schweren Zeiten kann man durchaus einmal den Weltschmerz fühlen. 30 Jahre nach dem Beginn seiner Solo-Karriere hat Fish diesen „Weltschmerz“ (Chocolate Frog Records)  auf seinem letzten Studio(doppel)album.

Im Jahre 1990 und damit zwei Jahre nach seiner Trennung von Marillion begann Derek William Dick seine Solo-Karriere mit dem gefeierten Debüt „Vigil In A Wilderness Of Mirrors“. Seither ist viel geschehen, und Fish hat immer wieder insbesondere auch durch seine poetischen Texte auf sich aufmerksam gemacht. Zehn Alben machten ihn zu einem der bekanntesten Vertreter des Progressive Rocks, und alles andere als ein markanter, würdevoller Schlusspunkt mit Nummer elf wäre eine Enttäuschung gewesen.

Die Fans wissen natürlich, was sie erwartet. Fish liefert eher Singer/Songwriter-Material als bombastischen Neo-Prog, wobei dieser durchaus vorhanden ist. Die akustischen Gitarren dominieren, und rhythmische Keyboard-Figuren treiben den Opener ‚The Grace Of God‘ vorwärts, auf dem einige weibliche Gesangspassagen für erste Überraschungen sorgen. Fish arbeitete wieder mit seinem langjährigen Co-Autor Steve Vantsis zusammen, und die Liste der Gastmusiker ist erneut beeindruckend. Mit dabei sind das Scottish Chamber Orchestra, der Saxophonist David Jackson von Van Der Graaf Generator, Drummer Craig Blundell (Porcupine Tree, Steven Wilson) und der Lonely Robot und Arena Gitarrist John Mitchell.

Auf ‚Man With A Stick‘ dürfen die Gitarren auch etwas lauter werden, wobei der Song dennoch eher in poppigen Gewässern driftet. Die schottischen Kammerorchester-Streicher geben ‚Walking On Eggshells‘ einen symphonischen Touch. Longtracks fehlen natürlich auch nicht. Eine gute Viertelstunde läuft ‚Rose Of Damascus‘ und bleibt dabei durchweg spannend durch relaxtes Timing, unerwartete Breaks und viel Stimmungsaufbau durch den intensiven, Fish-typischen Gesang / Sprechgesang. Das ist der absolute Höhepunkt eines großartigen Albums.

Stilistisch wird wild durch die Genres gekreuzt. Ein bisschen Folk ist genauso vorhanden wie hawaiianisches Flair und melancholische Saxophon-Passagen, so zum Beispiel im elfminütigen ‚Little Man What Now?‘. Der als Video schon bekannte Titelsong setzt am Ende des knapp 90 Minuten langen Doppelalbums noch einmal ganz starke Akzente.

‚The Party’s Over‘ heißt eine der fröhlicheren Nummern mit folkloristischem Touch. Ob die Fish-Party wirklich vorüber ist, wird sich zeigen. Verdient hat er den Ruhestand, und immerhin soll es hoffentlich nächstes Jahr noch eine Tour geben. Mit „Weltschmerz“ hat Mr. Dick allen Liebhabern anspruchsvoller Musik jedenfalls noch einmal ein richtig schönes Geschenk gemacht.  

I’m sick of hearing you just want to party
I’m tired of hearing the same old song
Where did it all go wrong?
This party’s over

 

HARAKIRI FOR THE SKY – Fünftes Album kommt im Januar

Die österreichische Black-Metal-/Art-Rock-/Progressive-Band Harakiri For The Sky hat für den 29.01.2021 ein neues Studioalbum angekündigt. Ihr fünftes Werk wird auf den Namen „Mӕre“ hören und inhaltlich an die Sagengeschichten rund um Fieberträume der vorherigen Longplayer anknüpfen. Außerdem werden einige Gastmusiker vertreten sein sowie etwas überraschend eine Coverversion von „Song To Say Goodbye“ von Placebo. Tracklist…

FISH – Neues zu Abschieds-Album und -Tour (Update)

Im Juli wollte der schottische Sänger Derek William Dick, besser bekannt als Fish, sein letztes Studioalbum „Weltschmerz“ veröffentlichen. Fish feiert mit diesem Album und einer ursprünglich für den Herbst geplanten ausgedehnten Europa-Tour sein 30-jähriges Solo-Jubiläum. 1990, zwei Jahre nach der Trennung von Marillion, veröffentlichte er „Vigil in a Wilderness of Mirrors“, sein starkes Debüt als…

AYREON – Neues Konzeptalbum im Frühherbst

Mögen die Zeiten auch dunkel und konzertlos sein, so versüßt dem Progger doch ein neues Ayreon-Album die Wartezeit auf bessere Tage. Der Multiinstrumentalist Arjen Anthony Lucassen wird im Frühherbst sein neues Ayreon-Opus „Transitus“ veröffentlichen. Am 25. September 2020 ist es soweit: „Transitus“ erblickt dann beider Mascot Label Group das Licht der Welt. Es handelt sich…

Homeless

Zumindest alle, die 2018 auf dem Night Of The Prog Festival an der Loreley waren, sollten die australischen Neo-Progger Anubis kennen, überzeugten die Brüder Steve und David Eaton und ihre Kollegen dort doch mit einer spannenden, musikalisch sehr interessanten Show. Aber auch allen anderen Genrefans, die Bands wie IQ, Arena oder Marillion mögen, sei das Sextett aus Sydney ans Herz gelegt. Jetzt haben Anubis ihren neuen Longplayer „Homeless“ (Eigenvertrieb, erhältlich bei uns als Import zum Beispiel über Just For Kicks Music) vorgelegt. Musikalisch wandeln die Jungs auf durchaus bekannten Pfaden: Melodic Rock trifft auf AOR, Neo-Prog auf Artrock und einige experimentelle, jazzige Passagen.

Für Prog-Verhältnisse sind die neun Stücke alle sehr kurz, kratzt doch der Opener gerade mal an der Sieben-Minuten-Marke und bleibt alles darunter im Drei-bis Fünf-Minuten-Bereich. Kurz muss ja nicht schlecht bedeuten, und doch hat man hin und wieder das Gefühl, alles schon einmal gehört zu haben – insbesondere auch auf früheren Alben der Australier.

Es gibt viel Licht auf „Homeless“, aber auch ein wenig Schatten, der den eigentlich durchaus positiven Gesamteindruck etwas trübt. Das Trio ‚White Ashes‘, ‚Home‘ und ‚Homeless‘ legt die Messlatte sehr hoch und weiß durch gekonntes Songwriting und abwechslungsreiche Passagen zu überzeugen. Im weiteren Verlauf verliert das Album leider etwas den Kurs. Nach dem noch guten ‚Sirens‘ wirken die letzten beiden Tracks ‚In Shadows‘ und ‚Gone‘ etwas einfältig und zu vertraut. Anubis können mehr. Dennoch: Ein starkes Album für unruhige Zeiten, bei dem alle Artrocker gerne mal ein Ohr riskieren sollten.

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