Schlagwort: Singer / Songwriter

MAX PROSA – Friedensalbum in Kriegszeiten

Der Berliner Liedermacher Max Prosa bringt mit „Wann könnt ihr endlich friedlich sein?“ im Spätsommer sein neues, mittlerweile achtes Album auf den Markt. Der Musiker, der zu Beginn seiner Karriere oftmals mit dem großen Bob Dylan verglichen wurde, hat auf dem neuen Werk Anti-Kriegs- bzw. Friedenslieder versammelt. Vorab gibt es bereits jetzt die erste Single,…

FUNNY VAN DANNEN – Kolossales neues Album    

Es gibt wohl keinen zweiten Künstler in Deutschland, der -zumindest in der allgemeinen Wahrnehmung- soweit unter dem Radar läuft und gleichzeitig so eine große Anhängerschaft hat, wie Funny van Dannen. Er ist als Musiker, Maler und Autor auf mehreren Standbeinen unterwegs. Wer Funny selbst nicht kennt, hat aber mit Sicherheit trotzdem bereits von ihm gehört,…

BRIAN FALLON – „Let’s do friday-stuff!“

2. Mai 2020. Das wäre das Datum gewesen, an dem dieses Konzert ursprünglich hätte stattfinden sollen. Diverse Lockdowns und Infektionswellen später endlich vorsichtiger Optimismus: Der 6. Mai 2022 ist als mittlerweile zweiter Nachholtermin im Kalender eingetragen – und die lange befürchtete Absage blieb aus! Also auf in die Neue Theaterfabrik nach München zu Brian Fallon…

BRIAN FALLON – Endlich auf Europa-Tour

Es ist so weit: Brian Fallon macht sich auf den Weg über den großen Teich, um seine Tour-Termine in Europa nachzuholen. Sieben seiner Shows spielt er in Deutschland. Im Gepäck: Sein nach wie vor aktuelles Album „Local Honey“, das bereits im März 2020 veröffentlicht wurde, sowie seine Tour-Band The Howling Weather. Als Support sind Chris…

ME & REAS – „Flucht ins DIY“

Flucht nach vorn bedeutet, durch eine überraschende Aktion das Gegenüber zu überrumpeln. Gerumpelt hat es auch bei Me & Reas ganz ordentlich, bis sie sich von den mitunter schweren Altlasten des eigenen Karrierestarts befreit haben und in der Wohlfühlzone angekommen sind. Natürlich nicht ohne das alles in großartige Songs zu gießen. Müssen ja für irgendwas…

JAN LÖCHEL – „Irgendwann konnte ich sagen: Stimmt, ich lebe ja davon!“

Der Singer/Songwriter Jan Löchel hat mit „The Last Song“ eine neue Single veröffentlicht. Der Musiker aus Münster ist neben seiner eigenen Karriere auch als Produzent, Texter und Komponist für zahlreiche andere Künstler*innen aktiv und war als Berater und Coach in der Sendung „The Voice of Germany“ zu sehen. Sein Name steht unter anderem in den…

HOLLY HUMBERSTONE – Zweite EP ist da

Die britische Singer/Songwriterin Holly Humberstone hat mit ihren gerade einmal 21 Jahren schon einiges in ihrer noch jungen Karriere erlebt. Die junge Frau hat ein Studium am von Ex-Beatle Paul McCartney gegründeten Liverpool Institute for Performing Arts begonnen und wieder abgebrochen. Es folgten Shows im Vorprogramm von Lewis Capaldi, auf dem legendären Glastonbury-Festival und eigene…

UNTER ANDEREM MAX – Neue Single ist da

Das Musikprojekt Unter anderem Max rund um Frontmann und Namensgeber Max Kühlem legt mit „Für die Lohnarbeit“ seine neue Single vor. Sänger Max schart stets eine illustre Truppe an Mitmusikern um sich, um seine Songs aus dem Singer/Songwriter-Genre musikalisch umzusetzen. Dabei wechseln sich das Aufgebot an Musikern, die Besetzung – von Solo über Duo und…

JAN LÖCHEL – Neues letztes Lied

Der Singer/Songwriter Jan Löchel veröffentlicht mit „The Last Song“ eine neue Single. Das Video dazu wurde vor wenigen Wochen in Dänemark gedreht. Der Musiker aus Münster ist neben seiner eigenen Karriere auch als Produzent und Songwriter für zahlreiche andere Künstler*innen aktiv. So steht sein Name u.a. in den Song-Credits von Fury in the Slaughterhouse, Christina…

Marzipan

Es gibt Künstler deren Namen kann man nicht aussprechen, ohne automatisch den langjährigen musikalischen Partner zur weiteren Einordnung beizusteuern. Wer Keith Richards nennt, muss auch Mick Jagger anführen, wer Sebel sagt, kommt nicht ohne Stoppok aus und wer Marco Schmedtje aufzählt, kann nicht an Jan Plewka (Selig) vorbei. Mit diesem arbeitet der Hamburger Musiker seit etwa 20 Jahren in verschiedenen Projekten eng zusammen. Ob bei den gemeinsamen Rio-Reiser-Abenden oder als Duo „Between The Bars“. Neben der Arbeit mit Plewka und Engagements an verschiedenen Theatern ist Schmedtje aber auch als Solokünstler im Singer/Songwriter-Genre unterwegs. Nun legt er mit „Marzipan“ sein drittes Album unter eigenem Namen vor.

Leise, beinahe flamenco-artige Gitarrentöne eröffnen „Meine Hand“, bevor die Band einsetzt und Marcos warme Stimme dazukommt und er von seinen Wünschen und Botschaften singt. Erst nur von der Gitarre untermalt, legen Bass und Schlagzeug etwas später bei „Für den Rest dieser Nacht“ einen leicht treibenden Teppich aus. Es entfaltet sich eine klassische Pop-Nummer, die -im positiven Sinne- auch bei den großen Radiostationen laufen könnte.

„Halt mich aus“ ist im ¾-Takt und erinnert damit unweigerlich an einen Walzer. Der Musiker fleht seine Angebetete an, ihn mitzunehmen und eben auszuhalten – so kann eine Liebe beginnen. Direkt im Anschluss beschreibt der Künstler im Titeltrack „Marzipan“ das (andere) Ende der Beziehung. „Du gehst in eine Richtung, die besser zu dir passt, ich wünsch Dir alles Gute und denk´ auch an den Spaß“, singt er wehmütig begleitet von Streichern.

Gänzlich anders und abseits der anderen Lieder kommt „Für Elise“ daher. Vielleicht genau deswegen das Highlight der Scheibe. Bewusst etwas schrammelig und eher gesprochen als gesungen, erinnert der Track ein wenig an die frühen Solo-Werke von Niels Frevert, mit dem sich Schmedtje auch schon die Bühne teilte. Im Refrain schimmert -wenn man genau hinhört- ganz sachte das Beethovensche Original durch.

Das ruhige „Länger bleiben“ beendet die Platte sanft und leise. Zunächst einzig mit akustischer Gitarre in bester Liedermacher-Manier begleitet, kann man dem lyrischen Ich sprichwörtlich auf dem Weg zu dem Fenster „in dem das Licht noch scheint“ in Gedanken folgen. Im zweiten Teil begleiten ein paar Blechbläser den gedanklichen Spaziergang am Fluss entlang und lassen „Marzipan“ nach 35 Minuten völlig entspannt ausklingen.

Im Interview mit Whiskey-Soda erzählte Marco von der deutlich erweiterten musikalischen Besetzung und den komplexeren Arrangements im Vergleich zum Vorgänger „18“. Diese größere Bandbreite tut dem Album gut und sorgt für reichlich Abwechslung. Wer auf deutsche Künstler wie die bereits genannten Herren Plewka und Frevert oder Ingo Pohlmann und Gisbert zu Knyphausen steht, kann (und sollte) hier auf jeden Fall zugreifen.

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