Beachheads II

Am 04. März erscheint das zweite Album der norwegischen Beachheads, passenderweise einfach „Beachheads II“ (Fysisk Format) betitelt. Das Quartett besteht aus den beiden Kvelertak-Mitgliedern Marvin Nygaard und Vidar Landa sowie ihrem Merchandiser Borild Haughom als Sänger und dem Schlagzeuger Espen Kvaloy. Der Erstling liegt fünf Jahre zurück und überraschte mit eingängigem Garagen-Power-Pop. Hier setzt auch der Nachfolger an, driftet aber hörbar in Punk- und Post-Punk-Gefilde ab, kombiniert Indie, Garagen-Rock und Alternative mit jeder Menge flotter Ideen.

Dabei fällt schon beim Opener ‚Break It Off‘ die Leichtigkeit auf, mit der die Norweger hier musizieren. Viele der Songs werden von akustischen Gitarren getragen, die Beachheads haben eine gehörige Portion Groove und Swing im Gepäck und verbreiten schnell gute Laune. Das gefällt nicht nur Hippies, und die Love-Not-War-Aussage ist heutzutage ja leider wieder einmal wichtiger als je zuvor.  Ein wenig frühe Oasis, ein wenig unplugged R.E.M., das hat mit Kvelertak denkbar wenig zu tun, macht aber überhaupt nichts. Doch, es macht Spaß!

Selbst der harte Metalhead ertappt sich hier beim Fußwippen, beim Mitswingen. Vielleicht haben die Beachheads einfach das ideale Album für die aktuellen schweren Zeiten am Start: zehn Songs, leichtfüßig, schwerelos, die – vorsicht! – textlich tiefer gehen, als man bei der Musik annehmen möchte. Die Norweger liefern exzellentes Songwriting, eine hochwertige und eine moderne, aber nicht überproduzierte Studioproduktion ab. Wer es beschwingt und groovig mag und auch mal auf schwere verzerrte Gitarren verzichten kann, liegt hier genau richtig.

Note: 2+

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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