Jade Jackson

Wilderness

  • Artist: Jade Jackson
  • Album: Wilderness
  • Label:
  • Release: 2019-06-28
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Mit ihrem Debut ‚Gilded‘ (2017) legte Jade Jackson die Messlatte für alles, was da noch kommen möge, bereits recht hoch. Nun folgt ‚Wilderness‘ (ANTI-Records), eine gelungene Mischung aus Country, Folk, Indie und Singer-Songwriter-Sound, gepaart mit kalifornischer Leichtigkeit – trotz des dramatischen Hintergrunds, der zur Entstehung der Platte beitrug.

Auf dem Album verarbeitet Jackson die Folgen eines schweren Wanderunfalls, den sie vor einigen Jahren erlitt. Während der langwierigen Genesung wurde sie abhänging von Schmerzmitteln, machte schließlich einen kalten Entzug und rutschte geradewegs in eine Depression nebst Essstörung. Mit den negativen und beängstigenden Gefühlen rechnet sie in ihren sehr persönlichen Songs auf ‚Wilderness‘ ab.

Besonders eindringlich beschreibt Jade Jackson ihre damalige Situation in ‚City Lights‘. Wärend der Titel eine Ode an das Nachtleben suggeriert, geht es in Wahrheit um Hoffnungslosigkeit, Hilflosogkeit und innere Kämpfe, die sie austrägt, während vor ihrem Fenster das Leben pulsiert – all das zu einer locker-flockigen Melodie, die Jacksons unterschwellig melancholischen Gesang begleitet.

Doch nicht immer sind Inhalt und Musik so gegensätzlich. Wenn die Kalifornierin von Herzschmerz berichtet, wird auch ihr Sound leiser und vor allem countrylastiger (‚Tonight‘). Überhaupt ist Country der rote Faden, der sich durch ‚Wilderness‘ zieht: Mal schleppend behäbig, mal romantisch, mal rauh, mal uptempo, aber stets Jacksons markante Stimme sanft einbettend. Sämtliche übrigen musikalischen Einflüsse flankieren lediglich.

Manche der Songs auf ‚Wilderness‘ entstanden auf den letzten Drücker, was Jade Jacksons Produzent Mike Ness (Social Distortion) zu verdanken ist: Er trieb seine Künstlerin bis an ihre Grenzen, sozusagen in die Wildnis ihres Schaffens. Heraus kam ein Album, das nicht nur vielseitig, emotional und ehrlich ist, sondern trotz viel Schwermut der perfekte Soundtrack für einen kalifornisch angehauchten deutschen Sommer sein kann.

https://jadejackson.com/

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dieChris

Punk. Indie. Garage. Britpop. SingerSongwriter. Dancehall. Reggae. Weltmusik. First Love: Bon Jovi, Backstreet Boys. Everlasting Love: Beatsteaks, Brian Fallon. Guilty Pleasures: Katy Perry, Scooter, Avicii. Moshpit-Queen. Serienjunkie. Filmnerd. Crazy Cat Lady. 

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