Clear Sky Nailstorm

The Deep Dark Black

  • Artist: Clear Sky Nailstorm
  • Album: The Deep Dark Black
  • Label:
  • Release: 2020-04-03
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Wir leben (eigentlich ja immer, aber insbesondere gerade jetzt) in schweren, dunklen Zeiten. Wer noch nicht ganz in depressive Starre verfallen ist, dem sei „The Deep Dark Black“ (Kernkraftritter Records) der Bremer Thrash-Musikanten Clear Sky Nailstorm ans Herz gelegt.

Knapp vier Jahre nach „The Inner Abyss“ machen die Jungs mit ihrer brachialen Verneigung vor dem Ruhrpott- und auch Bay-Area-Thrash gekonnt da weiter, wo sie 2016 aufgehört haben. Musikalisch bleibt es dabei: Exodus und Slayer standen sicher Pate und treffen auf Einflüsse der deutschen Urgesteine Kreator und Sodom. Keine schlechte Ausgangsbasis für wütenden, knüppelnden Dreschmetal. ‚The Toxic Ages‘ eröffnet den Reigen nicht ganz so bunter, aber dafür genretypisch schön nach vorne tretender Melodien.

Sechs Tracks sind es geworden, die ihren Weg auf „The Deep Dark Black“ gefunden haben. Sie bringen es nur auf eine runde halbe Stunde Laufzeit, aber dafür gibt es keine Langeweile und keinerlei Ballast. Das Bremer Quartett hat sein Songwriting noch einmal weiter entwickelt und kombiniert Thomas Eisenmengers zornigen Gesang mit energiegeladenen Riffs, ein paar zünftigen Soli und einer treibenden Rhythmusfraktion. ‚Onward To Extinction‘  – einen passenderen Songtitel gibt es wohl kaum in diesen düsteren Zeiten. Die Riffs sitzen, die Texte sind wie gewohnt pessimistisch, prangern soziale Missstände genauso an wie die Abgründe des menschlichen Handelns.

Das von Martin Buchwalter (Destruction, Tankard, Suidakra u. a.) aufgenommene Album überzeugt durch handwerklichen Qualität und die passende Portion direkter Härte. Das ist nicht neu, aber höchst solide und gefährlich ansteckend.

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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