Rainforce

Rock and Roll

  • Artist: Rainforce
  • Album: Rock and Roll
  • Label:
  • Release: 2019-03-22
  • Medium:
  • Bewertung:3

Rainforce sind zumindest im Bezug auf ihre Internationalität absolute Exoten. Musikalisch steht die Schweizerisch-Deutsch-Maltesische Hardrock-Truppe klar in der Tradition klassischer Genre-Vorreiter wie Alice Cooper, AC/DC oder Krokus, aber auch von White-Metal-Bands wie Petra, Bride, Whitecross oder Stryper. Nach ihrem Debüt „Lion’s Den“ 2017 haben die vier Jungs mit „Rock and Roll“ nun eine EP mit vier neuen Songs veröffentlicht. Whiskey-Soda erlebte die Jungs bei ihrem allerersten (!!) Live-Auftritt am Elements of Rock Festival 2019 in energiegeladener Topform und knöpfte sich im Anschluss besagte EP für eine Rezension vor.

Der Titeltrack ist ein beatgetriebener Hardrock-Kracher, der vor neben der wandlungsfähigen Stimme von Frontmann Jordan Cutajar und dem simpel-groovigen Riff getragen wird. Cutajar ist hier klar im Fahrwasser von AC/DC, der Songtext verweist mit Zitaten auf moderne Klassiker des White-Metal. ‚In Good Hands‘ ist ein gesungenes Gebet mit einem catchy Chorus, das weniger rauh als der Opener daher kommt, aber nichtsdestotrotz die Füsse des Hörers wippen lässt. ‚Stay Strong¨ ist eine ehrfürchtige Verbeugung in Richtung Bride, in den 90ern eine der absoluten Grössen der christlichen Rockmusik-Szene. Die groovige und eher gemächliche Nummer glänzt wie bereits die anderen Songs vor allem durch die tolle Stimme von Cutajar, aber auch die Gitarrenarbeit von Bandleader Andy La Morte wissen zu gefallen. Die Akustik-Ballade ‚Lost Sheep‘ ist der musikalisch uninteressanteste Song, auch wenn der zweistimmige Chorus durchaus seinen Reiz hat.

Rainforce sind eine talentierte, junge Hardrock-Band, der man nicht nur, aber vor allem im Live-Setting die unbändige Spielfreude und Frische anmerkt, die zu 100% aufs Publikum überspringt. Der auch in anderen Bands (Nomad Son, Frenzy Mono, ex-Pylon) aktive maltesische Sänger Jordan Cutajar ist mit seiner Hammerstimme das Ausrufezeichen der Band, der wir gutes Gelingen beim weiteren Bekanntwerden wünschen.

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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