Kennt ihr schon … ARCAINE?

Eine Stadt in den Schweizer Bergen. Eine kleine, eng vernetzte Metalszene, in der Jeder Jeden kennt. Man ist schon zusammen geklettert oder hat auf der Skipiste sein Unwesen getrieben, mehr als einmal zusammen gebechert und vor allem musiziert ("gebölzt"). Daher kennen sich Brandon, André und Martin schon gut, als sie sich 2015 zu einer neuen Hartwurst-Truppe zusammen tun. Arcaine können Genre-Schubladen nicht leiden und versuchen, diese zu überwinden. Mitte Februar haben die fünf Jungs ihr erstes Album "As Life Decays" veröffentlicht. Bassist Rin hat uns seine Band vorgestellt.

Ihr kommt aus dem Kanton Graubünden in der Schweiz. Stellt unseren überwiegend deutschen Lesern doch kurz eure Heimat vor.

Graubünden ist der flächenmäßig grösste Kanton der Schweiz und ist hauptsächlich mit hohen Bergen überzogen, den Alpen. Er ist der einzige dreisprachige Kanton. Hier sprechen wir Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. Graubünden ist ein Kanton, der extrem schöne Landschaften hat. Die vier Jahreszeiten und die Natur spüren wir hier sehr intensiv. Man sagt uns nach, dass unser Charakter sehr stark vom kalten Wetter geprägt werde. Es heisst, wir seien ein bisschen engstirnig und bockig, genau wie unser Wappentier, der Steinbock.

Übrigens haben wir auch saugeilen Schnaps, „Rötali“ (Bündner Kirschlikör, Anm. d. Redaktion), Wein und Bier. Natürlich alles biologisch angebaut, das ballert einen sehr gesund und angenehm um die Ecke.

Ihr seid ja eine relativ neue Band, habt ihr schon in anderen Bands Erfahrung gesammelt?

Tatsächlich sind wir alle schon relativ erfahrene Musiker und haben einige Konzerte auf dem Buckel. Jeder von uns hat bereits in einer anderen Formation gespielt oder ist zurzeit in einer weiteren Band tätig.

Unser Gitarrist Renato spielt neben Arcaine noch bei der Prog Death Metal Band Taste of Tears, Adrian bei Death Metal Band Abysmal Art. Fadri, Renato und ich kennen uns übrigens schon seit unserer Kindheit und haben schon in einigen Bands miteinander musiziert und literweise Bier gesoffen.

Wie würdet ihr selbst euren Stil beschreiben? Gibt es Bands, die ihr besonders bewundert oder die Arcaine besonders geprägt haben?

Wir spielen einfach Metal und das ist alles was zählt. Wenn wir uns dennoch selber beschreiben müssten, dann würde ich sagen, wir spielen eine Mischung aus Progressive- und Melodic Death Metal. Unser Sound schlägt eine Brücke zwischen verschiedenen Metal-Genres. Es finden sich in unserer Musik progressive, melodische, Old-School- und Hardcore-Elemente und so weiter. Wir hören halt alle Metal-Genres gerne und das zeigt sich auch in unseren Songs.

Gibt es etwas, worauf ihr bei eurem Debüt-Album besonders stolz seid, abgesehen natürlich von der Tatsache, dass ihr es auf die Beine gestellt habt?

Ganz allgemein sind wir einfach extrem stolz darauf, ein tolles Album produziert zu haben. Zu Beginn und auch, als wir schon einiges aufgenommen hatten, gab es einige technische Schwierigkeiten. Dann gab es noch einige Zwischenteile, welche wir gar nicht fertig geschrieben hatten. Es war echt noch viel Arbeit in kurzer Zeit zu erledigen. Schliesslich hatten wir keine Ahnung, wie der Mix und das Mastering den Sound beeinflussen werden. Doch das Ergebnis lässt sich unserer Meinung nach sehen. Wir sind einfach happy!

Was möchtet ihr unseren Lesern zum Abschluss noch mitteilen?

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, eine neue Metalband kennenzulernen. Uns bedeutet das enorm viel! Wenn ihr jetzt noch in unser neues Album „As Life Decays“ reinhört oder uns auf einer dieser verdammten Social-Media-Plattformen einen Like hinterlassen würdet, dann wäre das echt oberhammergeil! Wer weiß, vielleicht saufen wir ja irgendwann einmal ein Bier zusammen. Bis dann!

Arcaine sind:

Adrian Gisler – Gesang
Brandon Wildhaber – Lead Gitarre
Renato Herzog – Rhythmus Gitarre
Reto Camenisch – Schlagzeug 
Rinaldo Gaudenz – Bass

Bandhomepage
Arcaine bei Facebook
MDD Records (Label)

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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