The Pink Moon

Cosmic Heart Attack

  • Artist: The Pink Moon
  • Album: Cosmic Heart Attack
  • Label:
  • Release: 2020-11-27
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Wenn man so als junge Dame beim Plattenhören plötzlich von einem außerirdischen grünen Monster mit Scherenhänden attackiert wird, kann man schon mal einen Herzanfall bekommen. So zeigt es das herrlich nostalgische Coverbild von „Cosmic Heart Attack“ (Crispin Glover Records), dem dritten Longplayer der norwegischen Band The Pink Moon. Seit 2014 ist das skandinavisch Quartett aktiv und unterwegs, um seinen „Trondheimer Garagen-Rock“ in die Welt hinaus zu tragen.  

Eine bunte Reise zurück in die Vergangenheit ist angesagt, und die Jungs liefern das volle Programm und noch mehr: Fuzz, Psycho, Protopunk im The Stooges-Stil, psychedelische Gitarrenwände und 60er-Jahre-Spirit für alle Fans von The Who. Der Opener ‚Runnin‘ On Fumes‘ klingt, als hätten Pete Townshend und Roger Daltrey The Doors gecovert. Orgelnde Keyboard im Retro-Sound, tänzelnde und extrem relaxte Mellotrone dominieren den nächsten Song ‚T.L.G.‘.

Psychedelische Keys und knarzende Gitarren sind ebenso vorhanden wie extrem jazzige Parts mit Saxophon. Dieses Sax steuerte übrigens Rolf Martin Snustad der Trondheimer Kollegen von Spidergawd bei, und er darf im instrumentalen letzten Track ‚New Beginnings‘ zu Höchstform aufspielen. Nebenbei covern die Norweger noch ‚So YOu Say You Lost Your Baby‘ des amerikanischen Country-Rockers Gene Clark, und die akustischen Gitarren tanzen mit dem stylischen Mellotron einen Reigen, eine wahre Freude ist das. „Cosmic Heart Attack“ ist ein spannendes, abwechslungsreiches Album mit ein paar wirklich starken Highlights und jeder Menge guter Songs geworden. Vinylsammler dürfen sich übrigens besonders freuen, denn das Coverartwork versprüht nicht nur den Charme alter Monstermovies, sondern kommt tatsächlich als 3D-Druck mit beigefügter Brille daher.

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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