The Tea Party

Blood Moon Rising

  • Artist: The Tea Party
  • Album: Blood Moon Rising
  • Label:
  • Release: 2021-11-26
  • Medium:
  • Bewertung:2-

Mit „Blood Moon Rising“ (InsideOut) meldet sich das kanadische Trio The Tea Party nach langer Pause endlich zurück.

In einer über 30-jährigen Karriere haben The Tea Party neun Alben veröfentlicht. Sänger und Gitarrist Jeff Martin, Bassist und Keyboarder Jeff Burrows und Stuart Chatwood am Schlagzeug sind erfahrene Musiker und haben sich mit ihrer elektrisierenden Mischung aus Rock, Folk, Blues und Prog insbesondere auch live viele Fans erspielt. Seit 2014 und dem letzten Release „The Ocean At The End“ veröffentlichen sie jetzt mit „Blood Moon Rising“ ihren ersten Longplayer seit sieben Jahren. Einige der Songs wurden bereits in der Vergangenheit auf einer EP veröffentlicht, so dass dem wahren Tea Party Fan eine Menge Déjà-vu erwartet. Da hätte man sich natürlich über mehr neue Songs gefreut, vielleicht in Gestalt eines Doppelalbums.

Aber sei’s drum, denn „Blood Moon Rising“ weiß natürlich dennoch zu gefallen. Die Arrangements sind großartig. Blues, Rock, akustische Parts im Titelsong, der durch den Einsatz von Gospelchor und Pedal Steel Guitar einen faszinierenden Knick in Richtung Countrysoul beschreibt. Auch sonst werden gerne mal die Mundharmonika oder lässige Slide-Gitarren bemüht. Gecovert werden darf auch, so gibt es stylische Neuinterpretationen von ‚Out On The Tiles‘ (Led Zeppelin) oder ‚Everyday Is Like Sunday‘, im Original von Morrissey. Außerdem gibt es noch den Joy Division Song ‚Isolation‘, der mit interessanten neuen Arrangements punkten kann und eine Menge Drive mitbringt.

Auf früheren Werken haben The Tea Party oftmals Einflüsse des Industrial oder aus dem Mittleren Osten in ihre Musik eingebaut. Dies vermisst man auf „Blood Moon Rising“ ein wenig, bleibt die Musik doch jetzt klkar in bluesigen Classic Rock Gefilden. Damit wirkt das neue Album ein wenig innovationslos, vielleicht hat man nach den legendären Vorgängern und der langen Wartezeit einfach zuviel Neues erwartet. Dennoch: das Gebotene ist hochklassig eingespielt und macht durchaus viel Spaß, ist aber eben nicht ganz der erwartete große Wurf einer einst legendären Band geworden.

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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