Biffy Clyro

A Celebration Of Endings

  • Artist: Biffy Clyro
  • Album: A Celebration Of Endings
  • Label:
  • Release: 2020-08-14
  • Medium:
  • Bewertung:2+

„Wohin geht die Reise?“ ist wohl die Frage, die sich viele Fans von Biffy Clyro vor der Veröffentlichung von „A Celebration Of Endings“ (Warner) gestellt haben. Denn der Vorgänger „Ellipsis“ (Warner) führte die Schotten stark in den Pop-Bereich, was viele treue Hörer erschrak. Der Soundtrack „Balance, Not Symmetry“ zum gleichnamigen Film schürte dagegen Hoffnung und klang teilweise wie Biffy Clyro zu ihren besten Zeiten. Diesen Eindruck machte allerdings die Vorab-Single „Instant History“ mit ihrer Mischung aus 80er-Jahre-Synthie und modernem Elektro-Pop wieder zu Nichte und schürte bei den Anhängern Unsicherheit.

Letztlich bedienen Biffy Clyro auf „A Celebration Of Endings“ sämtliche Kanäle. „North Of No South“ ist als Opener ein typischer Rocksong der Glasgower, bei dem die Produktion jedoch etwas mehr Power bei den Gitarrenriffs aufweisen könnte. „The Champ“ beginnt mit Klavier und Streichern, um gegen Ende einen musikalischen Ausbruch zu wagen. Diesen Songaufbau hatte das Trio besonders häufig auf „Opposites“ (Warner) aus dem Jahr 2013 gewählt. Dieses Vorgehen lässt sich ebenfalls in „Weird Leisure“ und „The Pink Limit“ wiederfinden.

Für die poppigen Momente sorgen der Gute-Laune-Sommerhit „Tiny Indoor Fireworks“ sowie die Balladen „Space“ und „Opaque“. Wobei erstere auch gut und gerne auf „Ellipsis“ ihren Platz verdient hätte, während zweitere mit ihrer akustischen Ausrichtung eher an den Bandklassiker „Machines“ erinnert. Schließlich bleibt noch das bereits erwähnte „Instant History“. Dieser Elektro-Sound muss nicht gemocht werden, dennoch kann Biffy Clyro zu Gute gehalten werden, dass Sie zumindest etwas Neues versuchen.

Aber es sind auch die typischen „’Mon-The-Biff-Momente“ vorhanden. „End Of“ ist ein abwechslungsreicher Kracher aller erster Güte, in dem Simon Neil zeigt, dass seine Stimme die rauen Seiten nicht verlernt hat. In eine ähnliche Richtung tendiert der Closer „Cop Syrup“, der nach hartem Beginn in einem kleinem Epos mündet.

„A Celebration Of Endings“ ist bei weitem nicht so poppig wie der Vorgänger und wäre wohl der bessere Nachfolger vom vorletzten Album „Opposites“ gewesen. Denn dessen Elemente kommen immer wieder durch und Biffy Clyro zeigen wieder mehr Mut, mehr Facetten und einige härtere Töne. Die Fans können somit zumindest teilweise wieder aufatmen.

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Dominik

Groß geworden mit Punkrock und Power-Metal, weiterentwickelt mit Alternative und Thrash-Metal, erwachsen geworden mit ein bisschen Progressive-Metal. Und dennoch bleiben die All-Time-Favorites klassisch: Bad Religion, Die Toten Hosen, Machine Head, Iron Maiden, Blind Guardian, Faith No More.... und aus unerfindlichen Gründen mit einer heimlichen Zuneigung zu J.B.O. 

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