Brdigung

Zeig Dich!

  • Artist: Brdigung
  • Album: Zeig Dich!
  • Label:
  • Release: 2020-01-31
  • Medium:
  • Bewertung:2

Alle zwei Jahre veröffentlicht die Kempener Punk/Rock/Metal-Band BRDIGUNG ein neues Studioalbum. Nach der Vertragsunterzeichnung bei Drakkar erschien am 31. Januar mit „Zeig Dich!“ der siebte Longplayer. Die Vorgänger-Scheiben fielen durch teils ernste, teils witzige Texte auf. Solide Gitarrenarbeit sorgte dafür, dass sich die Band seit ihrer Gründung im Jahr 2003 eine immer größere Fanbase erspielen konnte.

Den interessierten Hörer erwarten auf „Zeig Dich!“ 14 Songs, welche teilweise von den gewohnten Pfaden abweichen. Nach dem mittlerweile obligatorischen Intro, in dem das Klavier eine beherrschende Rolle spielt, folgt der gleichnamige Titeltrack des Albums. „Zeig Dich!“ ist ein typischer Song, wie man ihn von BRDIGUNG erwartet. Gutes Tempo, treibende Gitarren und ein Text, welcher den Käufer des Silberlings auffordert, sich nicht zu verstecken.

Auch in „Walking Dead Auf XTC“ dominieren harte Riffs der Gitarristen Julian Cistecky und Jonas Straeten. Bis hierhin also BRDIGUNG in gewohnt solider Qualität. In „Brich Aus“ gibt es einen heftigen Stilbruch. Viel Elektronik und Hip-Hop zeigen eine andere Seite der Combo. Textlich muss sich die Nummer jedoch keinesfalls verstecken. Der Song regt zum Nachdenken und Hinterfragen an. Ist die Erde eine Scheibe? Ist Axel Springer wirklich ein Nazi? Die Band nimmt wie gewohnt kein Blatt vor den Mund. Auch in „Hipster Hipster“ steckt viel Digitales und Hip-Hop. Der Song, welcher – welch Wunder- Hipster auf die Schippe nimmt, wird live garantiert einschlagen.

Dann kommt der Moment, wo einem der Atem stockt. „Ob Du Behindert Bist“ klingt erst einmal sehr provokant. Kritisch und unzensiert wird die heutzutage leider übliche Hassrede thematisiert. Dass Rockmusiker auch Liebeslieder können, beweist Gitarrist und Sänger Julian in „Lichtblick“. Ob das Lied einer Angebeteten gilt oder eher dem eigenen Nachwuchs, bleibt jedoch offen. Mit „Weck Mich Auf‘ huldigen BRDIGNG zum Abschluss noch einmal ihren Wurzeln: Raue Gitarren und ein treibender Beat sind schließlich das Markenzeichen der Band.

BRDIGUNG betreten auf „Zeig Dich!“ neue Wege und stellen sich musikalisch breiter auf: weniger Punk, dafür Hip-Hop und elektronische Beats. Das klingt zunächst ungewohnt, funktioniert aber recht ordentlich. Textlich bewegen sich die Jungs im Kosmos der Vorgängeralben und bringen somit ein Stück Vertrautheit in die neue Scheibe ein. Man darf gespannt sein, wie der neue Sound auf der anstehenden Tour bei den Fans ankommt. (André Schnittker)

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Drakkar (Label)

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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