THUNDER zeigen ersten Clip zum Akustikalbum „Please Remain Seated“

Die letzten Jahren haben den ewig unterbewerteten Britenrockern Thunder zumindest in ihrer Heimat die größten Erfolge seit den frühen 1990ern gebracht. Das Studioalbum „Rip It Up“ schaffte es bis auf Platz der 3 der UK-Charts, und auf der nachfolgenden Tour schaffte es die Band, die Arenen ihres Heimatlandes., in denen sie dreißig Jahre lang als Support von Whitesnake oder Journey gespielt hatten, endlich auch im Alleingang zu füllen.

Nun nimmt die Band mit dem nächsten Album eine vordergründig eher unkonventionelle Abzweigung: statt der Doppel-Les-Paul-Vollbedienung und knackigen Bluesrockgrooves gibt’s auf dem am 18.01.2018 erscheinenden Album „Please Remain Seated“ Akustikversionen diverser Songs aus dem Thunder-Backkatalog, mit Schwerpunkt auf möglicherweise etwas übersehenen Stücken.

Für eingefleischte Thunder-Fans hingegen ist das Konzept gar nicht so neu. Schon zu Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Laughing On Judgement Day“ (1992) spielte die Band einige Promo-Akustikshows, 1999 erschien mit „They Think It’s All Acoustic“ ein Akustik-Livealbum, und nicht zuletzt bestehen auch die semi-legendären Weihnachtsshows der Band immer zur Hälfte aus Akustiksongs. Für die, die sich das noch nicht so ganz vorstellen können, gibt’s mit der Neuversion von ‚Miracle Man‘ vom 2008er Album „Bang!“ nun den ersten Vorgeschmack!

Als Gäste haben sich Thunder dabei die von den erwähnten Weihnachtsshows bestens bekannten Backingsängerinnen Lara Smiles und Emily Lynn eingeladen, und auch Tim „Smoulder“ Shoulder, der mit Thunder-Bandboss Luke Morley The Union bildet, hat zusätzlich zu den Weihnachtsshows auch während der Krebserkrankung von Gitarrist/Organist Ben Matthews mit Thunder auf der Bühne gestanden. Alles Familie, sozusagen.

Laut Danny Bowes wurde ein Großteil des Materials von der Band mit Lara, Emily und Tim live eingespielt, weitere Gastauftritte wurden nachträglich per Overdubs eingefügt – unter anderem ein kompletter Chor. „Um ehrlich zu sein, es herrschte gelegentlich reines Chaos, aber die Vibes waren der absolute Hammer – also haben wir das Chaos gar nicht versucht, herauszuschneiden, sondern einfach gleich drin gelassen – Einiges davon zumindest.“

Auch wenn „Please Remain Seated“ die ruhige Seite der Band, den wortwörtlichen „Delicate Sound Of Thunder“ featured, sollte man aber kein sakrales Folkalbum erwarten – Thunder rocken auch mit Akustikgitarren immer noch mehr als das Groß ihrer Mitbewerber mit drölfzig aufgerissenen Marshalls.

Die Tracklist:

Bigger Than Both Of Us (im Original eine B-Seite von 1992)
Future Train (Original auf „Behind Closed Doors“)
Girl’s Going Out Of Her Head (Original auf „Backstreet Symphony“)
I’m Dreaming Again (Original auf „The Magnificent Seventh“)
Fly On The Wall (Original auf „Behind Closed Doors“)
Just Another Suicide (Original auf „Giving The Game Away“)
Empty City (Original auf „Laughing On Judgement Day“)
Miracle Man (Original auf „Bang!“)
Blown Away (Original auf „Bang“)
Loser (Original auf „Shooting At The Sun“)
She’s So Fine (Original auf „Backstreet Symphony“)
12. Low Life In High Places (original auf „Laughing On Judgement Day“)

Das Lyricvideo zu ‚She’s So Fine‘ gibt’s natürlich auch schon:

Wer aber lieber nicht sitzenbleiben möchte, kann sich jetzt schon auf die im Frühjahr anstehenden Deutschland-Tourdates freuen – denn auf der folgerichtig „Stand Up!“ betitelten Tour lassen es dann Thunder wieder in altbekannter Lautstärke krachen. Die Termine:

25.03.2019 – München, Backstage
26.03.2019 – Aschaffenburg, Colos Saal
27.03.2019 – Ludwigsburg, Rockfabrik
29.03.2019 – Berlin, Frannz Club
30.03.2019 – Hamburg, Knust
31.03.2019 – Bochum, Zeche
02.04.2019 – Nürnberg, Hirsch
03.04.2019 – Köln, Kantine

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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