Psychotic Waltz

The God Shaped Void


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  • Artist: Psychotic Waltz
  • Album: The God Shaped Void
  • Label:
  • Release: 2020-02-14
  • Medium:
  • Bewertung:1-

Ab Ende der 80er Jahre waren sie eine der innovativsten Bands im Progressive Metal, neben anderen Pionieren wie Fates Warning, Watchtower oder den später sehr erfolgreichen Dream Theater. Obwohl sie vor allem mit ihren beiden ersten Alben und ihrem eigenständigen Prog-Ansatz in der Musikkritik für enormes Furore sorgten, war die Band von geschäftlichem und persönlichem Pech verfolgt und konnte kommerziell nie ihr enormes Potential abrufen. Nun sind Psychotic Waltz mit „The God Shaped Void“ zurück im Metal-Zirkus – das erste neue Album seit 23 Jahren!

In der Originalbesetzung war die Combo nach einer Reunion-Tour 2010 schon im Jahr darauf wieder offiziell zusammengetreten und in den Jahren danach vor allem in Europa immer wieder einmal live zu sehen. Sieben Jahre hat der Entwicklungsprozess des neuen Werks gedauert – doch jedes Jahr davon war es wert. Die Herren um Frontmann, Sänger, Flötist, Keyboarder und Texter Devon Graves haben ihre klassische Markenzeichen formvollendet in ein modernes Metalalbum komprimiert. Es ist alles da, beispielweise die warmen Flöten in „Pull the String“, die Psychotic Waltz in der Vergangheit für manchen zu den „Jethro Tull des Metal“machten. Aber auch die komplex ausgearbeiteten Songs, das bisweilen symphonisch anmutende Pathos einer Rock-Oper sowie der einzigartige Stil der Texte begeistern wie eh und je.

In ihnen reflektiert Graves die metaphorische Dualität, in der sich Gut und Böse im „kranken“ Weltgeschehen des 21. Jahrhunderts präsentieren. Da stehen sich „Devils & Angels“ gegenüber, die Menschheit scheint an den Herausforderungen der Geschichte zu scheitern („The Fallen“) und hat sich allen Errungenschaften zum Trotz selbst entzaubert („Demystified“).

Wie auch schon früher bieten Psychotic Waltz Vielseitigkeit und Bandbreite im Allerbesten Sinne. Es gibt unsagbar viel zu entdecken, nicht nur rein musikalisch, sondern auch den Zwischenebenen. Darüber hinaus gibt es träumerisch-psychedelischen Gesang, Akustik-Gitarren und Flöten – aber natürlich auch stimmungsvolle, melodische Stromgitarren. Mission gelungen – Willkommen zurück auf dem Siegertreppchen in der ersten Prog-Metal-Liga!

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DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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