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THE ANSWER – Sundowners

Die irischen Hard/Blues-Rocker von The Answer haben mittlerweile 23 Jahre auf dem Buckel, und trotz zahlreicher Support-Shows für die Mega-Stars des Geschäftes (u.a. The Darkness, Alter Bridge, Deep Purple, Whitesnake, AC/DC und die Rolling Stones) ist den Männern um Frontmann Cormac Neeson der ganz große Durchbruch noch nicht gelungen. Nun wagen sie mit ihrem mittlerweile siebten Longplayer „Sundowners“ einen neuen Anlauf, um auch die breite Masse von ihrer Version des Rock zu überzeugen.

Mit dem Titel-Track startet der Reigen, eine dreckige Harp und eine Slide-Gitarre mischen sich zu einer Kakophonie zusammen, bevor der Rest der Kapelle startet, und einen auf den ersten Blick nicht wirklich abgemischten Blues-Kracher entstehen lässt. Dass doch alles genauso klingen soll, wird schnell klar, ebenso, dass garantiert die großen Led Zeppelin enormen Einfluss auf die Herren hatten.

Etwas mehr Rock, dafür weniger Blues geben bei „Blood Brother“ die Marschroute vor, und in diesem Spannungsfeld zieht es sich weitestgehend höchstspannend und unterhaltsam die gesamte Scheibe hindurch. Dabei stehen der imposante Gesang Neesons und die passgenau eingespielte Band immer im Dienst des jeweiligen Songs, ohne sich unnötig in den Vordergrund zu spielen. Auf satte Riffs und Soli an den richtigen Stellen muss dennoch niemand verzichten. „No Salvation“ nimmt dann ein wenig das Tempo raus, und ist im besten Southern-Rock zu Hause (hier lassen definitiv die wiedervereinten Black Crowes grüßen).

Wie ein Fremdkörper dagegen wirkt dagegen „Livin‘ On A Line“, das eher an klassische 80er Langhaar-Rock-Combos erinnert, und so überhaupt nicht zum Rest passen will. Diese Nummer lässt mehr Fragen offen als sie Antworten gibt.

Zum Schluss gibt es noch eine lupenreine akustische Ballade, und mit „Always Alright“ klingt der Longplayer nach einer knappen dreiviertel Stunde gemächlich aus – meint man zumindest. Im Endspurt gibt das Lied dann noch einmal mächtig Gas, bevor dann wirklich Schluss ist.

Das Problem von The Answer sind nicht ihre musikalischen Fähigkeiten oder die Schreib-Qualitäten und Arrangements. Im Gegenteil! Das alles ist hervorragend, wie sie erneut auf „Sundowners“ beweisen (wenn man „Livin‘ On A Line“ einmal ausklammert). In den 1970er Jahren wären sie mit Sicherheit zu Superstars aufgestiegen, und hätten ihren Platz im Olymp gefunden. Das einzige Problem des Quartetts ist, dass die großen Zeiten des Gitarren-Rocks leider weitestgehend vorbei sind. Wer aber immer noch auf die guten alten Sounds und die bereits oben genannten Gruppen steht, sollte sich weder diese Scheibe, noch im Frühjahr die Gelegenheit entgehen lassen, die Jungs live zu sehen, wenn sie die neuen Kracher vorstellen!

Note: 2+

EUROPEAN TOUR 2023

28.03. Essen – Turock

29.03. Hamburg – Logo

30.03. Berlin – Franz Club

31.03. München – Strom

01.04. A-Dornbirn – Conrad-Sohm

02.04. CH-Zürich – Plaza

 

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