Monobo Son

SuperSonic

  • Artist: Monobo Son
  • Album: SuperSonic
  • Label:
  • Release: 2021-02-05
  • Medium:
  • Bewertung:1-

Monobo Son haben sich für ihr drittes Album etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die fünf Musiker haben sich für das Artwork als Superhelden versammelt. Das kann nur gut werden, klappt bei Marvel schließlich auch immer. Auf zehn gemeinsame Jahre Bandleben schauen Monobo Son mittlerweile zurück, eine Entwicklung im Schleudergang: Stile, Besetzung – alles einmal bunt durchgeschüttelt um heute gestärkt dazustehen. „SuperSonic“ (Urwald Records) darf daher auch alles. Es darf rocken, es darf angejazzt sein, oder gar poppig-verspielt zugehen.

Gschissna Dog“ versprüht von Beginn an gute Laune, fährt in die Beine und lässt die Querflöte galant tänzeln. Das alles mit der Erkenntnis: Mag der Tag noch so mies sein, es reicht ein klitzekleiner Lichtblick und der reißt alles herum. „Hans Dampf“ hüllt einen zuerst in locker-fluffigen Reggae-Sound ein, um dann mit einem Feuerwerk an Referenzen auf (oder gegen) den Rechtsruck in der Gesellschaft zu schießen. Während man zuerst nur über die offensichtlichen Wortspielereien stolpert, fliegen einem mit jedem Hördurchgang mehr davon zu und entzünden sich neu. Mit „Kellnerin“ gibt es eilig-leichtfüßigen Balkansound, der sich aufschwingt und hochschaukelt und entfernt an den Kasatschok erinnert. Deutlich effektverliebter, jedoch nie überbordend ist „Nu a bissal“. Es befasst sich mit der Klimakatastrophe sowie der Unfähigkeit das eigene Verhalten diesbezüglich zu ändern und dabei gleichzeitig noch gefährlich arrogant auf die junge Generation an Umweltaktivisten zu blicken. Höchste Zeit, sich das immer und immer wieder bewusst zu machen! Zwischendurch streuen die drei Instrumentalsongs regelmäßig auch ruhige, nachdenkliche Momente auf dem Album ein.

SuperSonic“ vereint die Talente seiner Superhelden vom Artwork. Da ist der Rundumschlag mit der Schlagkraft des Hulk. Ein unkaputtbares Gespür für Ohrwurmmelodien, ganz so als würde Wolverine diese mit Adamantium verteidigen. Hindurchschimmernde Seventies-Blitze zu allem, was das Schild des Captain nicht abwehren kann und ein Spinnennetz aus Gitarrenklängen zum mindestens solange darin verweilen, bis die heavy Rotation durch ist.

Fotocredit: Felix Pitscheneder

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