Garbage

No Gods No Masters

  • Artist: Garbage
  • Album: No Gods No Masters
  • Label:
  • Release: 2021-06-11
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Fünf lange Jahre sind vergangen, seit Garbage neue Musik veröffentlicht haben. Die lange Wartezeit ist nun mit „No Gods No Masters“ (Infectious) endlich beendet. Das mittlerweile siebte Werk der Truppe aus Wisconsin enthält elf (in der Deluxe-Version sogar 19) brandneue Titel und ist der Nachfolger des hochgelobten „Strange Little Birds“ von 2016.

Die ersten Töne beamen die Hörer in längst vergangene Zeiten zurück: das klassische Piepen und Rattern eines Glücksspielautomaten, die früher in jeder Kneipe standen, eröffnet „The Men Who Rule The World“. Dann setzt das Schlagzeug ein, Shirley Mansons markante Stimme kommt dazu und lässt einen typischen Garbage-Titel entstehen. „The Creeps“ zeichnet sich durch ein zackig gespieltes Schlagzeug und mehrstimmigen Gesang aus, während „Waiting For God“ eine ruhige, elektronische Ballade ist, die – rein musikalisch – auch aus dem Hause Depeche Mode stammen könnte. Damit ist der eher ruhige Mittelteil der Scheibe erreicht, der mit „A Woman Destroyed“ seinen Höhepunkt erreicht. Leise Keyboard-Klänge, die an diverse Szenen aus der Killerserie „Dexter“ erinnern, sind hier sicher nicht zufällig gewählt. Es ist der „gute Rat“ einer verlassenen Frau, die ihrem Ex droht „I guess I’ll be taking my revenge, cause you wrecked my dreams and all my plans, don’t walk home in the dark alone, better sleep with all the lights on“. Spooky.

Schneller wird es dann wieder beim Titelsong. Hier stehen Duke Eriksons Keyboards und zahlreiche Loops von Drummer Butch Vig im Vordergrund und treiben die Nummer nach vorne. Ruhig wird es ganz am Schluss noch einmal. Mit dem elegischen „This City Will Kill You“ schließt das Album nach einer knappen dreiviertel Stunde.

Garbage schaffen es mit „No Gods No Masters“ einmal mehr, die Brücke zwischen elektronischer und moderner Rockmusik zu schlagen. Diese Mischung ist speziell, war aber schon immer das Markenzeichen der Band und gelingt einmal mehr sehr überzeugend. Wer zu den Klassikern der Gruppe wie „Only Happy When It Rains“ getanzt hat, wird mit diesem Album sofort Freundschaft schließen.

 

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Wolfgang

Altenpfleger mit didaktischer Weiterbildung. Hört Rockmusik aus verschiedenen Genres und bis zu einem gewissen Härtegrad aus allen Jahrzehnten, hin und wieder auch eher ruhigere Singer/Songwriter. Geht oft auf Konzerte, aber leider nur noch selten auf Festivals. 

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