Schlagwort: Post Hardcore

ANNISOKAY IN MÜNCHEN – Kreislaufen beim Tourauftakt

Mehr als ein Jahr musste die Post-Hardcore-Band Annisokay warten, bis sie Ihr aktuelles Werk „Aurora“ dem Publikum vorstellen konnte. Als Special Guest hat der Headliner zwei vielversprechende Bands im Gepäck. Unser Redakteur Andre war beim Tourauftakt in München dabei. Da ist es wieder, dieses Kribbeln, dieses endlose Warten auf den Feierabend. Endlich wieder Livemusik! Die…

SETYØURSAILS – Endlich auf Tour mit Annisokay

Bei Setyøursails ist in den letzten Jahren einiges passiert. Vom Gewinner eines Newcomer-Wettbewerbes über den Vertrag mit Napalm Records bis hin zum ersten Album „Nightfall“ hat die Melodic-Hardcore-Band aus Köln einen stetigen Aufstieg erfahren. Einen Dämpfer gab es allerdings für die geplanten Auftritte, der Grund hierfür dürfte hinreichend bekannt sein. Doch nun geht es los.…

BE WELL – Präsentieren neue Single

Be Well veröffentlichen mit „I Will Leave You With This“ die zweite Single aus ihrer kommenden EP „Hello Sun“, die am 20. Mai auf End Hits Records in Zusammenarbeit mit Revelation Records erscheint. In dem hymnischen „I Will Leave You With This“ zieht Frontmann und lebenslanger Musiker/Produzent Brian McTernan in einem seltenen Moment Bilanz über…

HOT WATER MUSIC – Neue Musik in den Startlöchern

Hot Water Music sind zurück! „Feel The Void“ beinhaltet alles, was Fans der ikonischen Punkrock/Post-HC Band aus Gainsville/Florida erwarten dürfen und vereint das Beste aus unglaublichen 27 Jahren Bandgeschichte! Neben den bereits veröffentlichten Singles „Killing Time“ und der mit einem wundervollen Skate-Video bebilderten „Collect Your Things And Run“ sticht vor allem der Song „Habitual“ heraus. Der vielleicht…

HOT WATER MUSIC – Punkrocker mit Vorbote zur neuen Platte

Hot Water Music haben mit „Killing Time“ die erste Single-Auskopplung aus ihrem kommenden Album „Feel the Void“ präsentiert. Der Track ist eine geradlinige UpTempo-Nummer im typischen Mix der aus Florida stammenden Gruppe aus Punkrock und Post-Hardcore samt der Reibeisenstimme von Chuck Ragan. Im Video ist darüber hinaus zu sehen, dass Chris Cresswell von den Flatliners…

Glow on

Wenn es in den letzten Jahren eine spannende Band im musikalischen Bereich aus Hardcore und Crossover gab, dann sind es Turnstile. Mit ihren EPs und den ersten beiden Alben erregten sie auch über die Szene hinaus Aufsehen. Der Mix war alt bekannt, aber frisch und aufregend verpackt. Irgendwo zwischen Suicidal Tendencies, Bad Brains, Madball und ein wenig At the Drive-In pendeln sich die US-Amerikaner ein. Doch schon auf ihrem Zweitwerk „Time & Space“ kamen deutliche Einflüsse des Alternative-Rocks hinzu.

Diesen Weg setzen sie nun auf „Glow on“ (Roadrunner) auf eine Art und Weise fort, die einen von Beginn an mitreißt. Bereits der Opener „Mystery“ ist kein klassischer Hardcore, sondern geht in die melodische Ausrichtung dieser Sparte á la Ignite und wird mit einer Menge Deftones gepaart. Er fährt direkt in Kopf und Beine. Genauso geht es mit knallenden Gitarren und groovendem Bass weiter, sodass die Platte an allen Ecken und Enden kracht. Man möchte zu Hause durch die Wohnung springen, im Club durchdrehen und auf Konzerten im Moshpit alles zerlegen. Die Songs funktionieren einfach von vorne bis hinten.

Das schöne daran ist, dass Turnstile nicht einfach eine Mischung aus Hardcore und Crossover komponieren, sondern immer wieder abwechslungsreiche Elemente einbauen. „News Heart Design“ besitzt deutliche Funk-Anleihen, „Dance-Off“ hat im Mittelteil bestes quietschendes Gitarrenspiele á la Tom Morello und „Wild World“ beginnt mit einem irritierenden Sound, der an die betörenden Priesterinnen im Film „Asterix erobert Rom“ erinnert, und letztlich im straighten Hardcore mündet.

Das war aber noch nicht alles, was „Glow on“ ausmacht. Mit „Alien Love Call“ wagen es Turnstile eine elektronische Ballade mit Spoken-Word-Anteilen darzubieten. Generell tauchen häufig Synthesizer-Effekte auf und sogar der Voicecoder kommt einmal zum Einsatz. Genregrenzen scheint es nicht zu geben. Trotz allem verliert sich das Quintett nicht in unnötigen Spielereien. Es findet immer den Weg zu seinen musikalischen Wurzeln zurück, rückt von seinem Ursprungssound nicht ab und haut ab und an ganz direkte Nummern wie „T.L.C. (Turnstile Love Connection)“ raus, bei denen gute Melodien nicht auf der Strecke bleiben.

„Glow on“ ist von Anfang bis Ende eine Wucht, die einen nicht loslässt. Fäuste in die Luft recken, sich von den Rhythmen und dem Groove mitreißen lassen und einfach Spaß haben ist das Motto. So sind Turnstile mit dieser Platte nicht nur im Hardcore-/Crossover-Bereich, sondern in der ganzen Rock-Szene derzeit einer der interessantesten Acts.

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TURNSTILE – Neues Album und weitere Single mit Blood Orange

Die aus den USA stammende Hardcore-/Crossover-Gruppe Turnstile hat für den 27. August 2021 ein neues Album mit Namen „Glow On“. angekündigt. Es wird der dritte Longplayer der 2010 gegründeten Band sein. Nach den ersten beiden rockigeren Singles „Mystery“ und „Holiday“ haben Turnstile mit „Alien Love Call“ nun einen Song präsentiert, der sie von ihrer experimentellen…

Something to Remember me by

„I can’t eat, I can’t sleep, I can’t breathe // I sometimes I talk to the distorted reflection in the bottom of my empty glass // there is only one question I‘ll ever ask // Will I see you again? But I’m sure the answer will come as no suprise“

Es sind messerscharfe Zeilen, die wie eine verschluckte Rasierklinge im Magen wirken. Doch dabei belassen es To Kill Achilles nicht auf ihrem neuen Album „Something to Remember me by“ (Arising Empire). Sie graben tiefer, kehren alles ans Tageslicht, was die Psyche verdrängt. Der Schmerz ist spürbar: Die Verunsicherung, das Leid, die Ausweglosigkeit. Das Leben ist nicht voll von Glück und Harmonie. Es besteht aus Rückschlägen. Jede psychische Grenzüberschreitung wird körperlich erfahrbar. Sie zerreißt dich. Sie frisst dich auf.

„Something to Remember me by“ ist ein bedrückendes und gleichzeitig faszinierendes Manifest, das die Post-Hardcore-Truppe aus Schottland geschrieben hat. Es geht um einen Mann, der an seinem 25. Geburtstag aufwacht und sich genau ein Jahr später das Leben nimmt. In den einzelnen Songs beschreiben To Kill Achilles jeweils ein Erlebnis, das ihn aus der Bahn wirft. Jeden Monat ein lebensveränderndes Ereignis sowie zwei Lieder, die zur Reflexion dienen. Die Geschehnisse sind dabei keineswegs frei erfunden, sondern stammen aus den eigenen Erfahrungen der Bandmitglieder: die verstorbene Mutter, Alkoholismus, Angst vor Gefühlen oder der Moment, in dem Suizid als legitime Möglichkeit erstmals im eigenen Kopf auftaucht.

Nicht nur die Themen, sondern auch die Art und Weise der Vertonung durch To Kill Achilles ist erdrückend. Ihr Post-Hardcore lässt keine Zeit zum Luftholen. Denn die ruhigen Songs dienen nicht zur Erholung, sondern ziehen runter. Die Musik nimmt gefangen und spült einen in den Strudel des Abgrunds. Die Stimme von Sänger Tindal ist genau auf den Punkt. So authentisch, so lebensnah. Jede Frustration, jede Wut, jedes Gefühl auf „Something to Remember by“ ist echt. Auflockerung gibt es nur selten, wenn die ein oder andere melodische Gitarren-Melodie zum Vorschein kommt.

Mit diesem Konzept wollen To Kill Achilles wachrütteln. Wenn Menschen in schwierigen Momenten Verwandte oder Freunde an ihrer Seite haben, dann muss es nicht zum Äußersten kommen. Darauf wollen sie hinweisen. Denn sie selbst sind sehr froh, dass sie in all den geschilderten realen Geschehnissen immer jemanden hatten, der ihnen zugehört hat. Ein Gespräch kann Leben retten.

Es ist ein faszinierendes Album, dass To Kill Achilles geschaffen haben. Ob es oft auf dem Plattenteller landen wird, ist jedoch schwierig zu sagen. „Something to Remember me by“ zieht einen einfach zu sehr in die Abgründe. Aber auch diese sind Teil des Lebens und gerade deswegen ist die Thematik so wichtig.


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Kennt Ihr schon … WE TOO, WILL FADE?

München ist ein fruchtbares Pflaster für musikalisch Kreative aller erdenklichen Genres. Ob Indie, Pop, Singer-Songwriter, Weltmusik, Punk oder Hardcore – hier findet jeder seine Nische. Letztere füllen unter anderem We Too, Will Fade. Das Quartett punktet mit kraftvollem, emotionalem Post-Hardcore und hat gerade seine zweite EP „Everything Falls Apart As It Should“ (Midsummer Records) herausgebracht.…

DEVIL SOLD HIS SOUL – Single und Album der Post-Hardcore-Truppe

Die Post-Hardcore-Band Devil Sold His Soul wird am 09. April 2021 ihr neues Album „Loss“ veröffentlichen. Es ist der bereits vierte Longplayer der Briten, jedoch der erste, der via Nucleaer Blast herausgebracht wird. Über die neue Zusammenarbeit sowie ihr neuestes Werk sagt Sänger Paul Green: Wir freuen uns wahnsinnig, den Release unseres vierten Albums, ‚Loss‘…