KEITH RICHARDS und seine Holzkiste

Die Wiederveröffentlichung von „Keefs“ erstem Soloalbum „Talk Is Cheap“, die am 29.März ansteht, hat in der „Super-Deluxe-Edition“ wahrhaft Maßstäbe in Sachen aufwändiger Verpackung gesetzt. Die erscheint nämlich in einer fetten Holzbox, die einem Fender-Tweed-Gitarrenkoffer nachempfunden ist und tatsächlich von den Gitarrenbauern von Fendergebaut wurden – aus dem gleichen sündhaft teuren Holz, wie es normalerweise für Vintage-Telecaster-Modelle (wie „Keef“ sie spielt) benutzt wird. Jede Box brauchte für die Herstellung zwei Stunden in Handarbeit. Da ist der Inhalt fast schon Nebensache, aber auch da wurde ganze Arbeit geleistet (Achtung!): eine 180g LP mit dem Album (remastered), eine 180g LP mit Bonus Material, eine 7“ Single Take It So Hard / I Could Have Stood You Up, eine 7“ Single Make No Mistake / It Means A Lot, das Album auf CD (remastered), eine Bonus-CD mit sechs unveröffentlichten Bonus-Titeln, ein „umfangreiches 80-seitiges Hardcover Buch mit Liner Notes von Anthony De Curtis, inklusive einem neuen Keith Richards-Interview und raren Fotos von Richards persönlichem Archiv“, ein Tourpass, zwei Textblätter, eine Reproduktion der „Talk Is Cheap“ Playback Einladung, ein „Talk is Cheap“ Tour Gitarren-Plektrum und zwei Poster.

Dass das Set nicht billig sein würde, dürfte jedem Sammler klar sein, mit knapp 130€ wurde das auf 1500 Stück weltweit limitierte Set aber eindeutig angemessen, ja, fast schon vernünftig bepreist – erhält man doch ein echtes, handgefertigtes Kunstwerk. Wem das zuviel ist oder wer schlicht und einfach keins der guten Stücke mehr gekriegt hat, kann sich ja mit der normalen Remaster-Version des Albums trösten und sich die letzten fünf Exemplare in einer Ausstellung (kein Scherz!) ansehen. Die Boxsets und ihr Inhalt werden in einer Ausstellung namens „The Last Five“ in fünf designierten „Rock’nRoll-Hotels“ gezeigt, darunter auch das 25 Hours Bikini Hotel in Berlin.

Mit dem unveröffentlichten Song ‚Big Town Playboy‘ gibt „Keef“ übrigens schon vorab ein schön rumpeliges Stück Blues zur Verkostung frei – guten Appetit!

Quelle & Fotos: Promoteam Schmitt & Rauch

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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