Billy F Gibbons

Hardware

  • Artist: Billy F Gibbons
  • Album: Hardware
  • Label:
  • Release: 2021-06-04
  • Medium:
  • Bewertung:2+

Lange Bärte.

Damit sind die beiden unvermeidlichen Stichworte abgehandelt, ohne die kein Bericht über ZZ Top auskommt, und wir können zur Musik kommen:

Billy F Gibbons, Gitarrist besagter texanischer Blues-Rock-Band, legt mit „Hardware“ (Universal Music) sein mittlerweile drittes Solo-Werk vor. Im Gegensatz zu seinen ersten beiden Scheiben gibt es hier fast ausschließlich Neukompositionen. Die Songs entstanden in Zusammenarbeit mit seinen Mitstreitern Matt Sorum (Guns N’ Roses) und Austin Hanks (u.a. Black Crowes) in einem Studio in der kalifornischen Wüste.

Mit „My Lucky Card“ geht der Liederreigen los. Ein dreckiges Blues-Riff gibt den Einstieg, bevor sich im Mittelteil eine Slide-Gitarre dazu gesellt. „She´s On Fire“ setzt musikalisch nahtlos an gleicher Stelle an, und wird lediglich durch rockige Chöre im Refrain ergänzt.

Eine wunderschöne Ballade macht sich mit „Vagabond Man“ auf den Weg. Gibbons rauchige Stimme kommt hier zwar nicht ganz an Keith Richards heran, Ähnlichkeiten sind aber vorhanden.

Die erste Single „West Coast Junkie“ ist auf Airplay-Tauglichkeit produziert – zumindest klanglich. Im amerikanischen Radio dürfte die Nummer trotzdem keinen Einsatz finden, geht es doch drogenschwanger um „Speed“ und „Weed“ und wenig jugendfrei um ein „Baby So Tight Like No One Around“.

Die Schwestern Rebecca und Megan Lovell von der Band Larkin Poe unterstützen Gibbons gesanglich bei „Stackin´ Bones“ im Background. Der einzige Coversong „Hey Baby, Que Paso“ (im Original von den Texas Tornados) lässt einen kurz vor Schluss sogar schunkeln. Mit dem Spoken-Word-Blues „Desert High“, der auch in jedem Clint-Eastwood-Western im Abspann laufen könnte, klingt das Album nach knapp 40 Minuten entspannt aus.

Die zwölf Blues-Rock-Titel unterschiedlicher Härtestufen sind definitiv keine Ausschussware von ZZ Top, sie könnten aber problemlos von Gibbons‘ Stammband eingespielt sein. Der fehlende kreative Unterschied zu seinem musikalischen Heimathafen ist auch der einzige Vorwurf, den man dem Künstler und seiner „Hardware“ machen könnte.

 

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Wolfgang

Altenpfleger mit didaktischer Weiterbildung. Hört Rockmusik aus verschiedenen Genres und bis zu einem gewissen Härtegrad aus allen Jahrzehnten, hin und wieder auch eher ruhigere Singer/Songwriter. Geht oft auf Konzerte, aber leider nur noch selten auf Festivals. 

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