FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE – Das neue Album „Now“ Live

Normalerweise werden Plattenveröffentlichungen mit großen und wilden Release-Partys zelebriert, in C-Zeiten ist aber auch das anders, selbst wenn es das erste Album seit 13 Jahren ist. Fury in the Slaughterhouse feiern ihr neues Werk „Now“ mit einem Rockpalast-Streaming-Konzert.

Doch um Punkt 20.00 Uhr herrscht ein wenig Verwirrung vorm PC, denn die sechs Herren sitzen ohne Instrumente gemütlich zusammen. WDR-Moderator Manuel Unger klärt die Zuschauer auf: Das Konzert ist eine Aufzeichnung aus der Wuppertaler Stadthalle einige Tage zuvor. Dafür gibt es fast die gesamte neue Scheibe (außer einem Song) zu hören und die Band beantwortet zeitgleich Fanfragen via Facebook.

Die Furys sind prächtig gelaunt aber sehr aufgeregt, wie Sänger Kai in der ersten Interviewrunde betont. Dann werden die ersten Songs eingespielt.

Los geht es mit „Sometimes (Stop To Call)“, sowohl erster geschriebener Titel für das Album als auch erste Vorab-Single. Eine Reflexion über das eigene Leben wird in einem „Letter To Myself“ besungen. Mit dem Track „1995“ wird deutlich, dass die Männer nicht nur immer noch gute Rocksongs schreiben können, sie bekommen auch noch Mitsing-Hymnen à la „Time To Wonder“ hin.  Die Gitarren von Thorsten und Christoph harmonieren wunderbar zusammen, Kais Stimme ist klar und energisch und die Band wirkt eingespielt, als wäre sie seit Wochen auf Tour gewesen.

Immer nach drei Titeln wird wieder in die Runde geschaltet, was leider ein wenig den Live-Flow stört.

Die Band beantwortet zwischendurch fleißig Fragen, natürlich auch nach dem siebten Musiker, der regelmäßig im Bild auftaucht. Das laut Thorsten „Gitarren-Genie“ Martin Huch veredelt die Songs mit seinem Spiel und ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der Live-Band. In den Gesprächen wird klar, dass die Jungs sich zwar freuen, endlich neue Musik zu veröffentlichen, aber dass sie das normale Leben vermissen, was für Musiker natürlich ein Leben auf der Bühne bedeutet. Immerhin, so betonen sie, gibt es mutige Veranstalter, die einige Strandkorb-Konzerte planen, bei denen Fury unter Beachtung der AHA-Regeln trotzdem in diesem Sommer auftreten können.

Als Zugabe nach dem gespielten neuen Werk gibt eine Ode an die Heimstadt der Band: „Was wird aus Hannover“, geschrieben von Thees Uhlmann, der dazu auf der Bühne begrüßt wird. Natürlich dürfen auch die Klassiker „Won´t Forget These Days“ und „Time To Wonder“ nicht fehlen. Diese Evergreens lassen die Zuschauer vorm heimischen Rechner noch einmal mitsingen und beenden den amüsanten Abend.

Halt! Das war es noch nicht ganz, es gibt noch einen richtigen Live-Song: „Kick It Out“ wird noch unplugged dargeboten, was – einigen geistigen Getränken während der Sendung sei Dank – auf sympathisch-chaotische Weise ausufert.

Wer das Konzert verpasst hat, hat hier noch die Möglichkeit zum Nachschauen.

 

Setlist:

„Sometimes (Stop To Call)

The Beauty

Letter To Myself

All About Us

Now

1995

Good Luck On Your Way

Replay

Sorry

This Will Never Replace Rock ´n´ Roll  

Walk On

 

Hannover (feat. Thees Uhlmann)

Won´t Forget These Days

Every Generation Got Its Own Disease

Time To Wonder

Kick It Out (Unplugged)

Down There (im Abspann)

 

Links

Bandhomepage

Fury bei Facebook

Fury bei Instagram

 

Fotocredit: Olaf Heine (Band), WDR (Screenshot Live)

Wollo

Altenpfleger mit didaktischer Weiterbildung. Hört Rockmusik aus verschiedenen Genres und bis zu einem gewissen Härtegrad aus allen Jahrzehnten, hin und wieder auch eher ruhigere Singer/Songwriter. Geht oft auf Konzerte, aber leider nur noch selten auf Festivals. 

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