Mick Fleetwood & Friends

Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac

  • Artist: Mick Fleetwood & Friends
  • Album: Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac
  • Label:
  • Release: 2021-04-30
  • Medium:
  • Bewertung:1

Posthume Gedenkkonzerte an große Musiker sind keine Seltenheit. Dass ein Künstler noch zu Lebzeiten ein solches erfährt, ist dagegen ungewöhnlich. Peter Green (1946-2020) war eine solch besondere Person. Erste Karriereschritte machte er – als Ersatz für Eric Clapton – bei John Mayall & The Bluesbreakers, bevor er 1967 Fleetwood Mac gründete. In nur wenigen Jahren und zahlreichen Gastauftritten bei anderen Größen, wie beispielsweise B.B. King, erspielte sich Green den Ruf als bester weißer Blues-Gitarrist. Leider war all der Ruhm seiner Psyche nicht zuträglich, und so verschwand er ab 1971 für viele Jahre drogenbedingt in der Versenkung.

Wie wesentlich sein Beitrag und Einfluss zur Musikwelt im Allgemeinen und Fleetwood Mac im Besonderen war, zeigt der vorliegende Mitschnitt des Konzertes aus dem Februar 2020, der unter dem etwas sperrigen Titel „Mick Fleetwood & Friends – Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac“ (BMG) nun vorliegt. Sein ehemaliger Bandkollege Mick Fleetwood lud eine illustre Schar an Gästen ein, um seinem Mitstreiter ein musikalisches Denkmal zu setzen.

Mit dabei waren u.a. Billy Gibbons (ZZ Top), David Gilmour (Pink Floyd), Pete Townshend (The Who), Steven Tyler, (Aerosmith) Bill Wyman (Rolling Stones), Noel Gallagher (Oasis) oder Kirk Hammett (Metallica).

„Rolling Man“ eröffnet das Doppelalbum, bevor Zak Starkey (Sohn von Beatle Ringo Starr) bei „Homework“ die Schlagzeugarbeit erledigt. Greens erster Bandleader John Mayall übernimmt auf dem Song „All Your Love“ Gitarre und Gesang. Die Namen der jeweiligen Gäste erfahren die Hörer aber nur, wenn sie den Ankündigungen aufmerksam lauschen: Auf dem Cover findet keine explizite Nennung statt, das Gesamtwerk steht unter dem Stern Greens.

Die meisten Tracks sind wahrscheinlich nur eingeweihten Anhängern ein Begriff. Herauszuheben wäre allerdings „Black Magic Woman“, den die meisten Musikhörenden vermutlich als lupenreine Santana-Nummer verortet hätten. Tatsächlich stammt der bekannte Song aber aus Greens Feder. Ebenfalls noch zu nennen wäre der erste Nummer-Eins-Hit der Band „Albatros“ von 1968. Erwähnenswert, weil es der erste Mega-Erfolg war, trotz der Tatsache, dass es ein reines Instrumentalstück ist.

Alle 23 Titel in deutlich über zwei Stunden Spielzeit bestechen durch sehr versiert vorgetragenen Bluesrock mit pointierten Gitarrensoli, die dem Mann des Abends gewidmet sind. Alle Künstler ziehen hier ihren Hut, vor einem der vermutlich – zumindest in der Wahrnehmung des gemeinen Musikfans – unterschätztesten Musikern der letzten 50 Jahre. Beim Hören wird aber deutlich, dass Peter Green ein solches musikalisches Manifest als Andenken verdient hat.

Leider erlebt der Ausnahmekünstler die Veröffentlichung nicht mehr: er starb wenige Monate nach dem denkwürdigen Abend.

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Wolfgang

Altenpfleger mit didaktischer Weiterbildung. Hört Rockmusik aus verschiedenen Genres und bis zu einem gewissen Härtegrad aus allen Jahrzehnten, hin und wieder auch eher ruhigere Singer/Songwriter. Geht oft auf Konzerte, aber leider nur noch selten auf Festivals. 

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