Madness

Full House – The Very Best Of

  • Artist: Madness
  • Album: Full House – The Very Best Of
  • Label: Union Square/BMG
  • Release: 2017-11-17
  • Medium:
  • Bewertung:0

Madness-Best-Of-Scheiben gibt es ja wahrlich wie Sand am Strand von Blackpool. Warum muss also schon wieder eine sein? Nun, a. weil bald Weihnachten ist und b. weil „Full House“ tatsächlich die erste – aktuell zumindest – karriereumspannende Sammlung von Madness-Hits und -Klassikern darstellt.

CD 1 entspricht dabei fast der 1997er „Divine Madness„-CD, allerdings wurden ‚Bed & Breakfast Man‘ und ‚Madness‚ ergänzt, dafür die letzten drei, post-„Keep Moving“-Stücke an den Anfang von CD 2 verschoben. Hier finden sich all die Sachen, die man von jeder Achtziger-Party kennt: ‚One Step Beyond‘, ‚House Of Fun‘, ‚My Girl‘, ‚Baggy Trousers‘ und natürlich das heute noch gerne im Radio gespielte ‚Our House‘. Aber auch die Stücke auf CD 2 können fast durchweg gefallen: Die öde Pseudo-Seventies-Disco-Nummer ‚Never Knew Your Name‘ bleibt der einzige Durchhänger der zweieinhalb Stunden „nutty sounds“. Mosern könnte man lediglich, dass das „The Madness„-Album wieder nicht berücksichtigt wurde. Zumindest ‚I Pronounce You‘ und, würde mein persönlicher Geschmack etwas zählen, ‚Beat The Bride‘ hätten hier der Vollständigkeit noch hingehört. Dafür sind aber immerhin die „Dangermen Sessions“ berücksichtigt, und auch die beiden exklusiven Songs des „Our House“-Musical-Soundtracks von 2002 sind vorhanden. Und die Songs der letzten drei Alben können qualitativ auch zumindest mit den Songs der Phase nach 1982 problemlos mithalten.

Schade nur, daß das im schicken Digisleeve erscheinende Album mit einem achtseitigen Mini-Booklet abgespeist wird – mehr als Songwriting- und Foto-Credits finden sich hier nicht an Info. Dennoch, für Madness-Anfänger gibt es mit „Full House“ eine prächtige Einstiegsdroge, und für Fans eine gute Autofahr-Zusammenstellung, die noch dazu zum fanfreundlichen Preis von ca. 12 € in die Läden gestellt wird. Mehr kann man von einer Hit-Compilation nicht verlangen.

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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