BROTHER GRIMM, EYEVORY und NICK MASON – Michaels Highlights des Jahres

Müssen für einen Bluesrock-Chef nur Bluesalben die Highlights des Jahres sein? Nein, natürlich nicht, denn Michael hört Musik querbeet von Metal, Punk, Rock bis eben zum Blues. Und Genre-Schubläden haben ihn noch nie wirklich interessiert.

Das Jahr 2019 war nicht nur geprägt von den Neuveröffentlichungen der alten Bluesrock-Hasen wie Joe Bonamassa oder den tollen Live-Veröffentlichungen von Gov’t Mule und Beth Hart, sondern auch von einer ganzen Reihe spannender Neuentdeckungen. Hier Michaels fünf musikalische Highlights, tolle Erinnerungen und Lieblingsalben des vergangenen Jahres:

Nummer 5:
Newcomerin des Jahres:
Laura Cox

Wirklich eine Newcomerin ist die Dame aus Frankreich gar nicht mehr, aber wir hatten sie zumindest bis zum Sommer 2019 noch nicht so wirklich auf dem Schirm. Dann kam das kleine, regionale Rock- und Blues-Festival Gut Sandbeck Open Air , und Laura Cox überzeugte dort mit einer derartig energiegeladenen Show, dass sofort das Debütalbum her musste. Passend dazu veröffentlichte die Sängerin und Gitarristin im Herbst ihr zweites Album „Burning Bright“. So gut das Ding auch sein mag – man muss Laura Cox einfach live erleben, um es wirklich zu glauben. Gut, dass es für 2020 neue Gigs im Bundesgebiet gibt.

Nummer 4:
Powermetal-Überraschung des Jahres:
Terra Atlantica

Irgendwie kamen für Michael die großen Überraschungen dieses Jahres eher von den kleinen, regionalen Festivals. Diesen Juli spielte eine Hamburger Power-Metal-Band auf dem Burning Q Festival in Freißenbüttel bei Osterholz-Scharmbeck in der Nähe von Bremen. Schon beim Opener packte die Band ihr Publikum mit feinen Riffs, tollem Songwriting und hymnenhaften Melodien im besten Gamma Ray-Stil. Wer epischen Power-Metal mag, sollte bei Terra Atlantica unbedingt mal reinhören.

Nummer 3:

Experimenteller Bluesact des Jahres:
Brother Grimm

Kurz vor Ende des Jahres noch ein Highlight sowohl in Form eines neuen Albums als auch eines beeindruckenden Konzertes, das zwar nur spärlich besucht war, aber vielleicht gerade aufgrund dieser Intimität eine Menge Atmosphäre verbreiten konnte. Der Berliner Musiker Dennis Grimm liefert auf seiner neuen Scheibe „On Flatland, On Sand“ und live eine Gänsehautstimmung mit außergewöhnlichen Songs ab, die man so nur selten zuvor gehört hat. Fernab des Mainstreams und mit herrlichen Ecken und Kanten versehen, ist Brother Grimm für Michael eine der großen Entdeckungen des Jahres.

Nummer 2:

Crowdfunder des Jahres:

Eyevory

Die Bremer Prog-Band Eyevory finanzierten ihr neues Album „Aurora“ mittels Crowdfundingkampagne, und das Ergebnis kann sich nicht nur sehen, sondern vor allen Dingen auch hören lassen. Eyevory haben es mit ihrem 2019er Album geschafft, ihren Wurzeln treu zu bleiben, sich gleichzeitig weiter zu entwickeln und damit vielleicht eines der bestne Prog-Alben des Jahres geschaffen. Herzlichen Glückwunsch!

Nummer 1:

Festival / Konzert des Jahres:

Nick Mason’s Saucerful Of Secrets / Night Of The Prog Festival 2019

Es ist einfach das Festival des Jahres, zumindest für alle, die sich auch nur im entferntesten mit progressiver, komplexer Rockmusik beschäftigen. Auch dieses Jahr führte für Michael kein Weg an der Loreley vorbei und dem traditionellen Night Of The Prog Festival. Musikalische Highlights gab es dort wie immer mehr als genug, aber aus allen heraus ragte dann doch noch die Show des Pink Floyd Drummers Nick Mason mit seinem aktuellen Bandprojekt „Saucerful Of Secrets“. Klassische Songs der frühen Pink Floyd-Ära, psychedelische Projektionen, grandiose Musiker  und dazu die wunderbare Kulisse der Loreley-Freilichtbühne sorgten für 2 Stunden Dauergänsehaut. Das Festival hat schon viele große Auftritte gesehen, aber Nick Mason hat diesen Sommer die Latte noch einmal ganz erheblich höher gelegt.

 

 

Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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