Three Dead Fingers

Breed of the Devil

  • Artist: Three Dead Fingers
  • Album: Breed of the Devil
  • Label:
  • Release: 2019-04-05
  • Medium:
  • Bewertung:2-

Three Dead Fingers sind ein jugendliches Thrash-Death-Quintett aus Västeras in Schweden. So jugendlich wie sie sind, klingen die drei Toten Finger aber nicht. Die fünf Jungs, allesamt unter 15 (!) Jahre alt, machen Metal wie die ganz Großen. Und zwar nicht nur bei den Posen im Musikvideo. Die Jungs haben bereits 2017 einen Nachwuchswettbewerb gewonnen und auf nationalen Festivals ihre Mucke präsentiert. Daß Leadsänger Oliver offenbar noch nicht einmal im Stimmbruch war, merkt man nur, wenn er sich auf klaren Gesang fokussiert. Was auf „Breed of the Devil“ nicht besonders häufig passiert. Die Growls machen Laune und passen exzellent zum geradlinigen In-die-Fresse-Thrash, der schön roh, dreckig und oldschoolig klingt. Messerscharf gespielte Stakkato-Riffs, die ins Ohr gehen, weil sie schön simpel sind, runden die Sache ab. Ab und an blitzen noch groovige Nu-Metal-Vibes und Punk-Attitüde auf.

Sicherlich, das Songwriting kann noch etwas abwechslungsreicher und weniger Baustein-artig werden – aber bei dem Talent und wahrlich zarten Alter der Jungs wird das so sicher kommen wie der Stimmbruch und die Gesichtsbehaarung. Schließlich spielen in diesem Alter manche Kids noch mit Lego. Das könnte was ganz Großes werden. Chapeau!

DanielF

Harte Schale, weicher Kern. Chefredakteur und -metalhead in Personalunion und im "Nebenberuf" Sozialarbeiter, geht Daniels Geschmack von chilligem Americana (Cracker) bis zu kauzigem Indie-Rock (Eels), von klassischem Thrash (Metallica, Megadeth) bis modernem Death Metal (Deserted Fear), von opulent-schrägem Prog-Rock (Opeth, Gojira, Pervy Perkin) bis zu heftigstem Brutal Death Metal (Defeated Sanity, Wormed), von Bluesrock (Gary Moore, Anthony Gomes) bis Classic Rock (Alice Cooper, Queen) - um nur einen Teil zu nennen. Zudem hat er seit den frühen Neunziger Jahren ein leidenschafliches Faible für christliche Rockmusik in genau dieser stilistischen Bandbreite. 

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