Autumn's Child

Autumn’s Child

  • Artist: Autumn's Child
  • Album: Autumn’s Child
  • Label:
  • Release: 2020-01-31
  • Medium:
  • Bewertung:3
Autums Child Review

Ein Debüt ist ein Debüt. Oder eben auch nicht, wenn der Bandbegründer ein alter Hase im Geschäft ist und zu den besten Singer / Songwritern in Schweden zählt. Mikael Erlandsson hat mit seiner Band Last Autumn’s Dream bis 2017 insgesamt 14 Studioalben veröffentlicht. Jetzt nutzte er die dort eingelegte Pauset, um eine neue Formation auf die Beine zu stellen. Auf dem selbstbetitelte Erstling (AOR Heaven) ist quasi ein Who-Is-Who des Schwedenrocks vertreten.  Mit dabei sind Claes Andreasson (Heartbreak Radio), Pontus Åkesson (Moon Safari), Jona Tee (H.E.A.T.) und Robban Bäck (ex-Eclipse, Mustasch, W.E.T.). Unter dem bezeichnenden Namen Autumn’s Child geht es also weiter mit – wer hätte das gedacht? – Melodic Rock.

Wer 80er AOR und Classic Rock à la Queen oder Journey mag, sollte sich grundsätzlich von dieser neuen alten Band angesprochen fühlen und wird mit vielen bunten Melodien glücklich werden – die man alle so oder ähnlich schon mal gehört hat, eben auch bei Last Autumn’s Dream. Nichts Neues also im Schwedenland. Hier und da stechen die Keyboards vielleicht etwas mehr hervor.

Die neue Band macht im Prinzip genau da weiter, wo Autumn’s Dream stehengeblieben sind: teils schmalzig, teils zum Mitschunkeln einladend wie bei ‚Sayonare Eyes‘. Richtig schwungvoll und sehr eingängig ist ‚Face The Music‘ geworden, klar das Highlight des Albums. Zwischendurch wird es auch mal richtig druckvoll in ‚Glory‘, aber die Balladen überwiegen eindeutig. Mit flinken Gitarrensoli und poppigen Keyboards und immer berechenbar, liefern Autumn’s Child mit ihrem Debüt ein grundsolides Album ab, dem man (natürlich) anhört, dass hier langjährige Profis am Werk sind, dem aber auch jede Überraschung fehlt. Spaß machen die zwölf Tracks dennoch.

Mikael Erlandsson bei Facebook

Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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