ALICE COOPER und seine paranormalen Aktivitäten

Hatte er in den letzten beiden Jahren vornehmlich mit seinen Kumpels Johnny Depp, Joe Perry (Aerosmith), Matt Sorum (Guns N’Roses, The Cult) und Robert DeLeo (Stone Temple Pilots) unter dem Banner der Hollywood Vampires Coversongs gezockt, ist Alice Cooper nun wieder offiziell als er höchstselbst aktiv. Am 28.Juli erscheint nämlich bei EARmusic sein neues Album „Paranormal“ – das erste „echte“ Cooper-Studioalbum seit dem großartigen „Welcome 2 My Nightmare“ vor sechs Jahren.

Wie der direkte Vorgänger wird das Album produziert von Bob Ezrin, der in den frühen Siebzigern mit Alben wie „Love It To Death“ und „Killer“ den ursprünglich eher zappaesken Sound der Band Alice Cooper in die erfolgreiche Mischung aus Glam, musikalischem Theater und Hardrock destillierte, die man heute noch mit dem Namen assoziiert. Neben Cooper-Klassikern wie den Erwähnten oder „School’s Out“, „Billion Dollar Babies“ und „Welcome To My Nightmare“ kann sich Ezrin aber auch noch weitere Klassiker wie das Pink Floyd-Mammutwerk „The Wall“, „Destroyer“ von Kiss (das das Erfolgsrezept der frühen Cooper-Alben stilistisch fortführte), Lou Reeds „Berlin“ und das Solodebüt von Peter Gabriel ans Revers heften. Auch in den letzten Jahren war er nicht untätig – unter Anderem geht das aktuell immer noch die Charts aufrollende aktuelle Deep Purple-Epos „inFinite“ auf sein Konto.

„Paranormal“ wird zwölf „reguläre“ Songs enthalten, die stilsitisch nicht an das teilweise eher moderner und abwechslungsreich ausgefallene Vorgängeralbum anschließen, sondern eher an die garagenrockigen frühen Alice Cooper-Tage anschließen soll. Dazu gibt es aber noch eine Bonus-EP, die weitere drei Studiosongs und diverse Liveaufnahmen enthalten wird. Das Besondere: die drei Studiosongs wurden mit den überlebenden Bandmitgliedern der originalen Alice Cooper-Band geschrieben und eingespielt: Dennis Dunaway (bs), Neal Smith (dr) und Gitarrist Michael Bruce. Dazu gastieren auf dem regulären Album noch unter anderem Billy Gibbons (ZZ Top), Roger Glover (Deep Purple) und U2-Drummer Larry Mullen Jr. Zur Auswahl steht das Album als 2CD Digipak, 2LP, Limited Boxset und, für Puristen, als digitaler Download.

Natürlich geht es auch zur Veröffentlichung von „Paranormal“ auf Tour – als Support gibt es in Deutschland übrigens mit den Briten Thunder noch eine der besten Livebands aller Zeiten obendrauf. Die Termine im Whiskey-Soda-Land:

02.08. Dresden – Junge Garde
18.11. Krefeld – Königspalast
20.11. Aurich – Sparkassen-Arena
21.11. Frankfurt – Jahrhunderthalle
23.11. Berlin – Tempodrom
24.11. Neumarkt – Jurahalle
25.11. Ludwigsburg – MHP Arena
27.11. Wien (AT) – Stadthalle

Foto: Philip Dethlefs

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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