Senses Fail

Put The Thorns From Your Heart

  • Artist: Senses Fail
  • Album: Senses Fail
  • Label: Pure Noise Records
  • Release: 2015-06-30
  • Medium:

Ups! Plötzlich sind Senses Fail wieder da! Die durch ihren immer poppigeren Sound und dem Abschwächen dieses Trends in der Versenkung verschwundenen Amerikaner kehren zu ihren Wurzeln zurück und stellen den Schalter auf neu. Alte Wurzeln und trotzdem neu? Scheint nicht so ganz zusammen zu passen, aber auch das ist ja durchaus ein Trend bei alt eingesessenen Bands, die mit ihrer eigenen musikalischen Entwicklung und ihrem Mut zur Veränderung mehr oder weniger baden gegangen sind. Senses Fail schieben den Pop wieder weitestgehend zur Seite und konzentrieren sich auf fette und dynamisch-harte Songs. Weniger Gesang, mehr Geschrei. Fiesere Gitarren-Riffs machen das Album düster und schwer. Die gesamte Stimung ist mit den neuen Pfaden der Gallows vergleichbar. Fies und gemein statt locker und flockig.

So hat es bei Senses Fail vor 13 Jahren begonnen. Wer die Band seitdem kennt weiß, dass diese Klänge den Jungs auch gut zu Gesicht stehen. Emotionale Pop-Hymnen sind natürlich nicht ganz von der Bildfläche verschwunden. Songs wie ‚Carry The Weight‘ und ‚Wounds‘ verbinden die rauen und düsteren Hardcore-Parts mit der melodiösen Emo-Seite der Band. Das Ganze klingt ausgewogen und ist nicht zu fett produziert. Die Songs sind also nicht übertrieben im Studio aufgebauscht worden, was die Glaubwürdigkeit dieser steigert. Senses Fail kommen echter denn je rüber. Endlich lässt sich wieder Wut in den Songs erkennen. Die Metalkante in Songs wie ‚Take Refuge‘ oder ‚The Courage Of An Open Heart‘ tut der Band gut, die drohte, in der Belanglosigkeit zu versinken. Obwohl es eigentlich wieder ein paar Schritte zurück geht, klingt das Album frisch und irgendwie richtig. Die wiedergefundene Härte kommt zur rechten Zeit und ruft eine handwerklich großartige Band zurück ins Gedächtnis. Auch wenn ‚Put The Thorns From Your Heart‘ jetzt nicht der riesige Knall ist, zeigt es einen neuen alten Weg der Band an. Das Album ist abwechslungsreich, hart und macht einfach Spaß.

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