Metal Church

XI

  • Artist: Metal Church
  • Album: XI
  • Label: Nuclear Blast
  • Release: 2016-03-26
  • Medium:
  • Bewertung:3+

Metal Church gehören mittlerweile auch – bzw. wieder – zu den ältesten noch aktiven Metalbands. Der rifflastige sehr melodische und nur zurückhaltend aggressive Metal, der eigentlich als erstes das Gütesiegel „Powerthrash“ bekam ist auch heute noch die klassische Mischung aus dem Drive und den Melodien des Power Metal, kombiniert mit Riffing und Drumming des Thrash.

Leider hatte Metal Church über die Jahre diverse Besetzungswechel zu verkraften und konnte eigentlich nie an die wirklich legendären ersten beiden Alben „Metal Church“ und „The Dark“ anschließen. Lediglich das dritte Album „Blessing In Disguise“ mit dem damals neuen Sänger Mike Howe konnte noch überzeugen. Umso größer war die Freude als bekannt wurde, dass Metal Church eben mit diesem Mike Howe als Sänger wiederbelebt werden sollte. Das Ergebnis hört auf den Titel „XI“ und ist purer Metal Church-Powerthrash. Es erinnert eben gerade aufgrund der herausragenden und unverwechselbaren Stimme von Mike Howe stark an die alten Alben.

Warum das Album dennoch nicht ganz diesen Effekt hat den auch heute noch die damaligen Alben haben ist schwer zu sagen. Die Band hat wenig falsch gemacht, die haben versucht den Sound aus der damaligen Zeit mit hinüberzunehmen in die Moderne, das Songwriting passt, die Soli sind hervorragend – aber dennoch wirkt das Ganze dadurch fast zu oldschool. Diejenigen, die damals gerade zu 120% Metal waren hören heutzutage möglicherweise nur noch Post Rock oder Progressive und rümpfen ob der hier zu hörenden Musik ihre Nase, lassen ein klares „was ein Mist“ verlauten. Aber dennoch machen Metal Church eben wirklich nicht viel anders als damals. Auch die schneidenden, sehr simplen Refrains sind wie damals…..ein Album für Die Hard-Metaller, die damals wie heute ihren Stoff benötigen und hoffen, dass immer alles beim alten bleibt.

Mitnichten ist das ein schlechtes Album. Es ist bloß so sehr aus der Zeit gefallen, dass manche es möglicherweise nicht wiederfinden. Um Lichtjahre besser als die Wiederkehr der musikalischen Verwandtschaft von Sanctuary ist es aber allemal.

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