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Wild Winter

Auch wenn der erste Song der Smoke Fairies ‚Christmas Without A Kiss‘ heißt, es ist ein Winteralbum und keine Weihnachtsscheibe. Gottseidank. Lars Krismes ist ohnehin schon wieder in seiner Höhle verschwunden.

Wild Winter ist warm, wie Filz und Flauschepelz, schmeckt nach Glühwein und Holzrauch und riecht wie Schneeflocken, die auf den Asphalt fallen. ‚So Much Wine‘ und ‚Christmas Without A Kiss‘ sind die Anspieltipps für dieses Album.

So macht man atmosphärisch dichte Musik, so macht man ein Jahreszeiten-Album. Katherine Blamire und Jessica Davies zaubern Welten, die meilenweit vom Kitsch weg sind. Nach all der Coca-Cola-zuckrigen Künstlichkeit einfach nur eine Wohltat für die Ohren.

Perfekt, aber eher sparsam instrumentalisiert, warme Stimmen und schöne Melodien – wickelt euch in eine Decke auf dem Sofa ein, verputzt den Rest der Weihnachtskekse und fühlt euch einfach nur wohl.

Darf sich die Rezensentin von den Smoke Fairies ein Frühlings-, ein Sommer- und ein Herbstalbum wünschen? Vielleicht nächstes Jahr, um Lars Krismes, den ollen Grottenolm, dauerhaft zu verscheuchen?

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