Van Canto

Voices Of Fire

  • Artist: Van Canto
  • Album: Voices Of Fire
  • Label: earMUSIC
  • Release: 2016-03-11
  • Medium:
  • Bewertung:1

Van Canto werden teilweise äußerst unfair in der schreibenden Zunft behandelt. Egal wie man zu der Band und der Idee, Metalsongs nur mit Schlagzeug und Stimmen zu performen steht, man muss der Band attestieren, dass sie großartige Sänger besitzt sowie starke eigene Songs als auch spannende Coverversionen im Repertoire hat.

Und als wolle es die Band den Kritikern zeigen, präsentieren die sehr fannahen Musiker ihren Rakkatakkas das wohl ambitionierteste und aufwändigste Werk ihrer Karriere, das erstmals ohne Coverversionen auskommt. „Voices Of Fire“ ist Teil eines Crossmedia-Projektes zusammen mit dem Bestseller-Autor Christoph Hardebusch. Im Rahmen dieses Projektes erscheint nicht nur das Album, sondern auch „Feuerstimmen“, das neue Buch des Autors, sowie ein Hörbuch zum Buch, welches von VAN CANTO-Sänger Sly eingesprochen wurde.

Soweit, so ungewöhnlich, so überrascht es nicht, dass das Album unter dem Slogan Van Canto Metal Vocal Musical erscheint, da es sich dann doch von den Vorgängern unterscheidet. Nicht von der Stilistik, aber der gesamte Aufbau ist deutlich dem Konzept unterworfen.

Für die Intros und Interludes auf „Voices Of Fire“ selber, haben sich VAN CANTO niemand geringen als John Rhys-Davies, den viele als Gimli von Herr Der Ringe kennen, ins Boot geholt. Mit seiner sonoren Erzählstimme sorgt der Kinostar für viel Atmosphäre, bremst aber auch teilweise den Albumfluß etwas. Insgesamt ist „Voices Of Fire“ das ambitionierteste, aufwändigste und abwechslungsreichste Werk der Stimmakrobaten, das aber nicht die Kurzweiligkeit vom 2010er Album „Tribe Of Force“.

„Clashings on Armour Plates“ ist hymnisch-pathetisch, „Time and Time Again“ ein wundervoller Ohrwurm, „We Are One“ eine Motivationsorgie, „The Bardcall“ typisch Van Canto, sodass bei „Voices Of Fire“ alle Kompositionsarten vertreten sind, die man an der Band so schätzt.

„Voices Of Fire“ trifft den Charakter des Albums auf den Kopf, die Songs sind leidenschaftlich präsentiert und produziert, vielschichtig und spannend. In der Form strafen Van Canto alle Kritiker Lügner.

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