RIOT IN THE ATTIC – Those Who Don’t Belong

Those Who Don’t Belong – wer fühlt sich nicht manchmal als Fremder, nicht dazugehörig, ausgestoßen? Besonders wir Freunde der eher sperrigen Musik abseits des Mainstreams können ab und zu ein Lied davon singen. „Those Who Don’t Belong“ (Monkey Road Records) ist auch der Titel des zweiten Longplayers der Kölner Antwort auf Monster Magnet. Und dort werden gleich mehrere Lieder gesungen.

Riot In The Attic liefern mit ihren neuen zehn Songs ein fettes Brett ab. Grunge, jede Menge Stoner Rock, Hard Rock, Groove und fast schon punkige, an Motörhead erinnernde Stampfer verstecken sich zwischen dicken Gitarrenwänden und schweren Riffs. Die Tracks sind sperrig, keine Frage, haben Tiefgang, wälzen mit enormer Bugwelle durch den Stoner-Ozean, nehmen sich teils auch viel Zeit, ohne jemals langweilig zu werden. Es finden sich mehrere Achtminüter auf dem Album, bei dem es sich lohnt, auch einmal auf die pesönlichen und anklagenden Texte zu achten. Dabei verlieren Riot In The Attic zum Glück nie ihr Ziel aus den Augen, die Songs sind eingängig, haben erkennbare Strukturen und bleiben auch nach dem Hören im Gedächtnis.

Das ist der beste Beweis dafür, dass Stoner Rock nicht langweilig klingen muss und auch für Überraschungen sorgen kann: Da denkt man, alles gehört zu haben, und plötzlich mittendrin ein Interlude mit Akustikgitarre, fast schon zart und zerbrechlich. Das Trio um Frontman Dan bezeichnet sich als „Missing Link zwischen Hard Rock und Stoner Rock“. Passt absolut. Tendenz prinzipiell mehr zum Stoner, aber alle, die anspruchsvollen, nicht zu verkopften Hard Rock mögen, dürfen auch mal ein Ohr riskieren, ganz egal, ob sie sich dazugehörig fühlen oder nicht.

Schulnote: 2+

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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