Oni

Ironshore

  • Artist: Oni
  • Album: Ironshore
  • Label: Metal Blade
  • Release: 2017-01-13
  • Medium:
  • Bewertung:2-

Oni sind eine 2014 gegründete Band aus Kanada, die progressiven Metalcore im Stil von Protest the Hero oder Between the Buried and Me spielen, „Ironshore“ ist das erste Album der sechs Herren um Frontmann und Bandgründer Jake Oni. Die Jungs knallen ordentlich rein, Alleinstellungsmerkmal ist ein ungewöhnliches Instrument, das dem Stil des Sextetts tatsächlich einen eigenständigen Touch verleiht. Es handelt sich dabei um ein Xylosynth, also einen Synthesizer, der wie ein Xylophon mit (meist vier) Schlegeln gespielt wird. Die Scheibe wurde von Josh Wilbur produziert, der sich mit Top-Metal-Acts wie Lamb Of God und Gojira einen Namen machte. Diese Verbindung bescherte Oni unter anderem auch einen Gastauftritt von Randy Blythe für den Song ‚The Only Cure‘.

Im japanischen Volksglauben ist der „Oni“ ein böser, formwandelnder Dämon, der in wechselnder Gestalt Schrecken und Schmerzen verbreitet. Die Analogie zum Sound der Band und dem Cover-Artwork, das eine Statue in Gestalt eines japanischen Samurais mit gehörntem Helm zeigt, ist durchaus beabsichtigt.

Onis Stimme hat eine große Bandbreite, rumpelt aber überwiegend mit schrillen Growls durch die Kante, es sind aber durchaus auch kleinere Spoken Word Passagen und klarer Gesang anzutreffen. Die Rhythmussektion der Band ist Hammer, vertrackte Rhythmen bringen Drummer Joe Greulich, Bassist Chase Bryant und natürlich Xylosynth-Spieler Johnny D sensationell auf den Punkt. Letzter spielt teilweise auch Melodielinien, ist allgemein aber nicht überpräsent. Das ist angenehm, denn Rhythmen und Riffs stehen bei Oni im Vordergrund. Mit Balladen halten sich die Kanadier ebenfalls nicht auf, gelegentlich hört man aber durchaus ruhigere Zwischensequenzen, beispielsweise beim längsten Song ‚The Science‘, der zwischen eruptiven Gitarrenriffs und ruhigerem Klargesang hin- und herdriftet.

Letzterer steht aber definitiv nicht im Vordergrund – Oni haut hauptsächlich intensiv und gnadenlos auf die Zwölf und dürfte Fans von etwas ausgefalleneren Metalcore-Klängen durchaus erfreuen.

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