LITTLE STEVEN ist zurück – mit Album und Tour!

Für manche ist Little Steven Van Zandt nur der Gitarrist von Bruce Springsteens E-Street-Band. Für Andere ist er Silvio Dante aus den Sopranos und Frank Tagliano aus Lilyhammer. Damit tut man dem Multiinstrumentalisten, Songwriter, Schauspieler, Produzenten, Radiomoderator, Musikhistoriker und Umweltaktivisten aber immer ein wenig Unrecht. Bei soviel Aktivität blieb die eigene Musikkarriere in den letzten Jahren leider ein wenig auf der Strecke. Aber, Freude! 18 Jahre nach dem großartigen Garagenrockalbum „Born Again Savage“ gibt es endlich wieder ein Little Steven-Album – und sogar eine Tour!

„Soulfire“ heißt Stevie Van Zandts neues Soloalbum, und zweifellos ist es sein bisher unverfälschtestes und persönlichstes künstlerisches Statement. Auf diesem Album widmet sich das Rock & Roll Hall of Fame-Mitglied noch einmal einer Reihe von Songs aus seiner gesamten Karriere als Künstler, Performer, Produzent, Arrangeur und Songwriter. Dabei verbindet er Soul-Bläser und Rock’n’Roll-Gitarren miteinander – ein extrem einflussreicher Sound, den er zuerst auf den legendären ersten drei Alben von Southside Johnny and the Asbury Jukes vorstellte und weiterentwickelte.

„Ich habe mich bei meiner Arbeit schon immer auf bestimmte Themen konzentriert und ich habe normalerweise auch ein Konzept“

, erklärt Van Zandt.

„Ich brauche ein großes, vollständiges Bild. Einfach nur Songs aneinanderzureihen, funktioniert für mich nicht. Und in diesem Fall war ich selbst das Konzept. Wer bin ich? Ich bin quasi ein eigenes Genre. Darum habe ich Songs ausgewählt, die in ihrer Gesamtheit ein ehrliches Bild von mir ergeben: ein paar Cover, ein paar neue Songs und einige der meiner Meinung nach besten Songs aus meinem Katalog. Auf dieser Platte zeige ich mich selbst“.

Die langerwartete Rückkehr von Little Steven and The Disciples of Soul im Oktober letzten Jahres wurde durch die Bitte eines Freundes, beim Londoner Bluesfest 2016 aufzutreten, ausgelöst. Little Steven stellte schnell eine neue Disciples of Soul-Band für das 21. Jahrhundert zusammen – mit drei Hintergrundsängern und einem kompletten Bläsersatz, zu dem im Moment auch die alten Asbury Jukes/Miami Horns Saxophonisten Stan Harrison und Ed Manion gehören. „Und ich dachte, jetzt haben wir schon 22 Songs geprobt, da sollten wir doch ein Album aufnehmen“, erzählt Van Zandt.

„Soulfire“ wurde von Van Zandt in seinen eigenen Renegade Studios in New York City arrangiert und produziert, und von Grammy-Gewinner Geoff Sanoff (Fountains of Wayne, Stephen Colbert) co-produziert und aufgenommen; Gitarrist Marc Ribler unterstütze als Music Director und Co-Produzent. Den Hintergrundgesang auf „I Don’t Want To Go Home“ und „The City Weeps Tonight“ liefert die renommierte A Capella Gruppe The Persuasions. Für das Mixing und Mastering von „Soulfire“ waren Van Zandts langjährige Partner und Freunde Bob Clearmountain (Rolling Stones, David Bowie, The Who, Bryan Adams) und Bob Ludwig (Led Zeppelin, Nirvana, The Band, Sly and the Family Stone) zuständig, mit denen er schon seit Beginn seiner Karriere zusammen arbeitet.

„Ich hatte noch nie so viel Spaß bei der Arbeit an einer Platte“

, erzählt Van Zandt.

„Wir brachten es ganz schnell in trockene Tücher, solange wir noch das Feuer und die Energie von unserem Auftritt in London im Blut hatten. Das nahmen wir einfach mit ins Studio und machten das Album innerhalb von sechs Wochen fertig – vom ersten Ton bis zum Mix. Das ist einfach eine von diesen Geschichten, scheinbar sollte es einfach so sein.“

Van Zandt wird natürlich ein Mitglied der E Street Band bleiben – sowohl für Tourneen als auch im Studio –, aber jetzt freut er sich darauf, mit seiner eigenen Bigband auf Tour zu gehen. Little Steven and the Disciples of Soul werden SOULFIRE auf einer großen internationalen Tour präsentieren.

Die Termine im Whiskey-Soda-Land:

14.6.2017 – Leipzig, Parkbühne
16.6.2017 – Frankfurt, Batschkapp
02.7.2017 – Regensburg-Obertraubling, Eventhall Airport

„Ich bin wieder voll da“

, erklärt Little Steven.

„Und diesmal bleibe ich da.“

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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