Kytes – Willkommen zurück!

Wer die Münchner Indie-Szene aufmerksam beobachtet, wird schnell feststellen: Kytes sind keine Unbekannten. Unter dem Namen Blind Freddy trieb sich das Quartett bereits einige Jahre auf den Bühnen der Republik herum. Doch nun war die Zeit reif für einen Neustart - neuer Name, neue EP, erste Headliner-Tour. Eine Station des Road-Trips: die kuschelige Soho Stage in Augsburg.

Geschätzte 60-70 Leute fanden den Weg in den winzigen Keller-Club im Herzen des Augsburger Theater-Viertels. Schnell war klar: Hier sind viele, die Kytes schon zu Blind Freddy-Zeiten die Treue hielten, da aus mehreren Ecken der Wunsch nach alten Songs zu vernehmen war. Diese Erwartung wurde zwangsläufig enttäuscht, schließlich ging es an diesem Abend darum, die neuen Kreativ-Produkte der Jungs zu Gehör zu bringen und die Debüt-EP ‚On the Run‘ (VÖ 20.11.) zu promoten. Konzert_KLEIN_1.jpg „Gewohnt lässig und mit einer gesunden Portion Humor führte Sänger Michi durch den Gig. Das Publikum war ebenfalls bester Laune, denn ab dem ersten Akkord wurde fleißig das Tanzbein geschwungen. Einige Eingeweihte waren zudem bereits extrem textsicher und sangen voll motiviert fast jeden Song mit. Die Enge der Location trug mit Sicherheit auch zur allgemeinen Ausgelassenheit bei, denn: Es war kein Platz für das berühmte Schüchternheits-C vor der Bühne, so dass Musiker und Zuhörerschaft zwangsläufig auf angenehmen Kuschelkurs gehen durften. Das, was Kytes zum besten gaben, war mehr als hörenswert. Der Sound der ehemaligen Schüler-Band ist erwachsen geworden, hat einen roten Faden. Sparsam und punktuell eingesetze Synthies treffen auf leichtfüßigen, tanzbaren Gitarren-Pop und Michis ausdrucksstarke Reibeisenstimme. Konzert_KLEIN_2.jpg „Neben den ersten beiden Singles ‚On the Run‘ und ‚Inner Cinema‘ wurden natürlich die restlichen drei Songs der EP zur Aufführung gebracht. Da fünf Tracks kaum ausreichen, um ein ganzes Konzert zu bestreiten, gab es selbstverständlich sämtliches neues Material zu hören, das die Jungs derzeit in petto haben – und das demnächst in Form eines Albums erhältlich sein wird. Ein Wermutstropfen blieb jedoch, denn auch die Zugaben konnten nicht darüber hinwegtrösten, dass dieses kleine feine Event viel zu schnell vorüberging. Der Abend mit Kytes war einer dieser seltenen, die am besten nie enden sollten, weil einfach alles stimmt. Das macht definitv Lust auf ein Wiedersehen!

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