Monobo Son – im Schnellcheck

Wie einfach man die Großeltern glücklich machen kann. Da interessiert sich das Kind doch plötzlich für Blasmusik. Muss man ihnen ja nicht direkt auf die Nase binden, dass Blasmusik mittlerweile vom Musikantenstadl entstaubt sein und auch einen großen Bogen um Florian Silbereisen machen kann. Monobo Son haben sich zum erklärten Ziel gesetzt, bei ihren Konzerten für so viel Stimmung zu sorgen, dass kein Tanzbein mehr am Boden stehen bleibt.

Das werden die Schwiegereltern zur musikalischen Neuentdeckung sagen: Diese vulgäre Jugend. Wer eine EP mit dem Titel „Scheissen“ herausbringt, hat damit sämtliche Vorschusslorbeeren bei der Elterngeneration verspielt. Da hilft es auch nichts, dass Monobo Son sich schüchtern und reumütig mit dem Song „Traumined“ wieder anschleichen, der erste Eindruck ist dahin. Hauptsache das Kind ist glücklich.

Hochzeit oder Affäre? Wenn die einzelnen Bandmitglieder nicht wieder vom musikalischen Teufelsrad aus dem Besetzungskarusell gekickt werden, könnte es für eine Langzeitbeziehung reichen.

Aktuelle Platte: „Scheene Wienerin“, ab 26.04.19

Fotocredit: Felix Pitscheneder

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