Suffocate For Fuck Sake

In My Eyes

Wortspiele mit doppeltem Boden sind eine launige Sache, wenn man für eine gewisse Art von Humor offen ist. Wenn ein solches dann noch in Form eines Bandnamens daherkommt, sticht es schon einmal aus der Flut der vielen Promotionmails heraus, die ein Musikmagazin so jeden Tag erhält. Suffocate For Fuck Sake gibt es seit rund 10 Jahren – in dieser Zeit haben es die Schweden zu einer gewissen Underground-Bekanntheit zu kommen. Ohne auch nur einen einzigen Live-Gig zu spielen, wohlgemerkt.

Doch wie sieht es mit der Musik aus? Das zweite Album „In My Blood“ bewegt sich an der Schnittstelle von experimentellem Postrock, Screamo und Sludge – düster und mit zuweilen lähmend repetitivem Charakter. Ein prägendes Element sind etliche lange Spoken-Word-Passagen, die zwar von sphärischen Sounds untermauert eine gewisse Spannung erzeugen, aber für jeden, der nicht des Schwedischen mächtig ist, leider unverständliches Kauderwelsch darstellen. Was die Band gelungen transportiert ist die Dynamik zwischen ruhigen und lauten, melodischen und stumpfen Phasen. Es kommen auch immer wieder dysharmonische, fast atonale Elemente vor, die die Musik alles in allem zu einem echten Abenteuer für jene machen, die es gerne experimentell-herausfordernd haben. Das ist vor allem für Freunde des Genres eine interessante Sache. Fairerweise muss man aber anmerken, daß Cult of Luna, The Ocean oder Russian Circles das noch um einiges packender hinkriegen.

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