GODDYS – Monsters Of Reality

Die Monster lauern uns allen auf, viele davon stammen direkt aus unserer Realität. „Monsters Of Reality“ (Ponyphone Records) heißt das zweite Album von Goddys, unserer heutigen Geheimtipp-Band für Euch. Stoner, Blues, (Classic) Rock, eine ganz starke Frontfrau (Gesang: Emma Schwabe), eine faszinierende Mischung der Genres und außergewöhnliches Songwriting machen diese Band und ihr neues Album aus. Der Bandname setzt sich aus GOD und DYS (Abweichung von der Norm) zusammen. Ja, von der Norm wird hier definitiv abgewichen, ob nun mit oder ohne Gottes Hilfe sei dahingestellt.  

Das Quintett Goddys stammt aus dem Thüringer Wald und legt mit „Monsters Of Reality“ den Nachfolger des Debüts „Ambrosia“ vor. Dieser stellt eine deutliche Weiterentwicklung dar. Der Sound ist breiter, die Musik düsterer. Doom-Blues, diesmal sogar mit Keyboard, Hardrock, Stoner Attitüde trifft auf Beinahe-Metal-Parts, das wirkt herrlich sperrig, wuchtig und sehr spannend. Dabei spielt erwähntes Keyboard oft als bluesige Orgel, sorgt aber auch für überraschende, elektronisch klingende Akzente wie zum Beispiel im Track ‚Wave‘. Schon der Opener ‚Monster‘ legt die Messlatte hoch mit den prägnanten Vocals von Emma Schwabe, die teilweise an die Blues Pills erinnern. Dazu kommt eine Hookline, die man nicht so schnell vergisst – der ideale Einstieg in diese hochkarätige Monstersammlung. ‚Dead Man‘ versprüht mit seinem langsamen Intro jede Menge Atmosphäre, bevor der Song zu einem treibenden Bluesrocker explodiert, der viele Genrekollegen alt aussehen lässt. ‚Oddkilla‘ stampft alles nieder und lässt den Boden beben und zeugt von den Songwriting-Qualitäten der Band. Neben den weiblichen Vocals gibt es hin und wieder auch männlichen (Background) Gesang, was ebenfalls für Abwechslung sorgt und auch für interessante Wechselgesänge. 

Die Monsters Of Reality werden besungen, aber Goddys selbst sind ein musikalisches Monster, das ein ganz starkes zweites Album vorlegt. Alles Stoner, Blueser, Doomheads und Freunde schwerer Riffs sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren.

 

Schulnote: 2+

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Michael

Michael kam über die Konzertfotografie zu Whiskey-Soda und verbindet das Bildermachen gerne mit Konzertberichten und CD-Rezensionen. Als Chefredakteur für den Bereich Bluesrock mag er aber auch viele aus dem Blues entsprungene Genres wie diverse Metal-Spielarten. Daneben landen gerne Progressive- und Classic Rock und Americana auf seinem Drehteller, bevorzugt auf klassischem Vinyl. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet ihr Michael bevorzugt im (Heim)Kino oder natürlich irgendwo da draußen zum Fotografieren. 

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