I Am The Manic Whale

Everything Beautiful In Time

Hier gibt es mal wieder ein eindrucksvolles Beispiel, daß nicht jede Band mit Plattenvertrag wirklich gut sein muss. Und nicht jede Band ohne Plattenvertrag schlecht. I Am The Manic Whale sind ein junges britisches Progressive Rock Quintett, daß in ihrem Sound offensichtlich von einigen großen Namen des Genres inspiriert wurde. Vor allem Genesis (‚Circles‘, ‚Pages‘), Marillion (‚Princess Strange‘), ACT oder die Musik von und mit Neal Morse (Spock’s Beard, Transatlantic) sind da zu nennen. Die manischen Wale schaffen es mit den sieben langen bis überlangen Songs allerdings recht überzeugend, sich selbst nicht nur zur schlichten, einfallslosen Kopie der genannten Namen zu degradieren. Unter anderem sorgen die Gesangsdienste aller vier Herren sowie die Flöte der einzigen Dame für eine eigenständige Note. Die Rhythmen sind, wie es sich im Genre gehört abwechslungsreich, die Harmonien charmant und eingängig, die Arrangements einfallsreich und die Produktion astrein und druckvoll. Wer den Prog-Nachwuchs unterstützen will, findet hier eine Band, die es verdient hat. Skeptiker können auf der Bandcamp-Seite der Gruppe ins Album reinhören.

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