Daniels Top-Alben 2017: ARCHSPIRE, FLESHKILLER UND POWER QUEST

Wieder geht ein Jahr mit exzellenter Musik zu Ende. Unser stilistisch vielseitig interessierter Metalchef Daniel hat in diesem Jahr eine deutlich homogenere Bestenliste als in den vergangenen Jahren: Kein Progressive Rock und kein Indie Rock in diesem Jahr. Bis auf ein Bluesrock-Album hat sich dieses Jahr fast nur Schwermetall auf Daniels virtuellem Plattenteller gedreht. Hier sind seine Lieblingsalben 2017, die Reihenfolge stellt keine Wertung dar.

Walter Trout – We’re All In This Together (Bluesrock)

Trout muss nicht mehr vorgestellt werden, der Mann zählt zu den Legenden der zweiten Generation berühmter Blues-Gitarristen. Sein neues Album ist nach einer überstandenen Organtransplantation im Jahr 2014 besonders frisch und lebensfroh und enthält 14 Blues-Perlen und zahlreiche Kooperationen mit namhaften Gastmusikern des Genres. Wenn man EIN Bluesalbum aus 2017 hören sollte, dann „We’re All In This Together“.

Power Quest – Sixth Dimension (Powermetal)

Die englischen Powermetaller von Power Quest entstanden 2001 durch zwei Musiker der damals noch recht unbekannten Dragonforce, und diese Verwandschaft ist der Band auch heute noch anzuhören. Nach einer dreijährigen Pause markiert „Sixth Dimension“ das Comeback-Album der Mannen um Keyboarder Steve Williams – und es ist ein sehr starkes Comeback, das alle Qualitäten der Briten stimmig vereint. Der neue Sänger Ashley Edison hat eine Spitzenstimme, Williams Keyboards sind prominent vertreten und geben der ganzen Sache einen warmen, symphonischen Touch – gleichzeitig haben die Songs eine Leichtigkeit und hervorragende Orhwurm-Melodien. Sehr lecker!

Ensiferum – Two Paths (Viking Metal)

Die finnischen Schwertträger Ensiferum haben das Viking-Metal-Pathos perfektioniert, ohne die Musik je schwülstig wirken zu lassen. Im Gegensatz zu ihren schwedischen Kollegen von Amon Amarth gibt es hier eine gewisse selbstironische Leichtigkeit – selbstverständlich ohne das zu vernachlässigen, was von den Fans erwartet wird: Folklore, Chöre, Flöten und Bläser, Keyboards und schnelle Gitarren. Auf dem neuen Album „Two Paths“ variieren die Finnen zudem die eigentlich recht engen Grenzen der eigenen Marke geschickt um Aspekte von Thrash und Classic Rock. Sehr eingängig und kurzweilig.

[seite4]Fleshkiller – Awaken (Progressive-Death-Metal)

Die neue Band von Ex-Extol-Gitarrist Ole Børud steht klar in der Tradition von Extol. Und Extol war eine herausragende Band, die in mancherlei Hinsicht ihrer Zeit voraus war. „Awaken“ bietet alles, was man in diesem Sinne von einer progressiven Death-Metal-Band erwarten darf. Musikalisches Können auf höchstem Niveau bei jedem der vier Musiker, vertrackte Kompostionen, viel Abwechslungsreichtum, viel Emotionen und jede Menge Power. Glückwunsch.

[/seite4][seite5]Archspire – Relentless Mutation (Technical-Death-Metal)

Die Kanadier von Archspire haben auf ihrem dritten Album auf atemberaubende Weise ihren eigenen Platz im Tech-Death-Subgenre definiert. Die Scheibe hat jazzige Noten, ist aber gleichzeitig ultra-brutal, was sich nicht zuletzt an den einzigartigen Growls von Frontmann Oli Peters festmacht. „Relentless Mutation“ groovt, es ist abwechslungsreich und herausfordernd, es ist schnell und anspruchsvoll. Wow.

[/seite5][seite6]Khazaddum – Plagues Upon Arda (Symphonic-Death-Metal)

Khazaddum aus dem US-Bundesstaat Wisconsin nennen ihren Sound „Dwarven Metal“, und so klingt der symphonische Death-Metal in Anlehnung an Tolkiens Zwergenreich tatsächlich. Da gibt es Chöre und ruhige Parts, dann wieder heftigste Growls und Blastbeats. Mit dem in Eigenregie produzierten, wundervollen „Plagues Upon Arda“ legen Khazzadum für mich die Newcomer-Platte des Jahres vor.

[/seite6][seite7]Ebenfalls auf Dauerrotation waren bei Daniel noch folgende Scheiben, die hiermit eine respektvolle Erwähnung erhalten:

Sólstafir – Berdreyminn
Mastodon – Emperor of Sand
Deserted Fear – Dead Shores Rising
Dragonforce – Reaching Into Infinity

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