Daniels Alben 2014 – Threshold, Deserted Fear & Co.

Unser Metal-Chef Daniel hat einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack: Von melodiösem Progressive Rock über groovigen Bluesrock bis zu brutalem Death-Metal findet unser Exil-Schweizer Gefallen an sehr vielen unterschiedlichen Musikrichtungen. Umso schwerer fiel es ihm, aus dem üppigen und äußerst hochwertigen Angebot im vergangenen Jahr seine Lieblingsalben herauszufiltern. Und genauso vielseitig wie sein Geschmack ist demnach auch seine Bestenliste ausgefallen. Hier sind seine zehn Lieblingsalben 2014.

Prog-Metal-Album des Jahres

Threshold – For The Journey

Härte-Faktor: 6/10
Bart-Faktor: 8/10
Ohrwurm-Faktor: 10/10
Prog-Faktor: 8/10

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Nach dem letzten großen Kracher „March of Progress“ haben Threshold aus London ein (fast) genauso gutes Album auf die Beine gestellt. Eine reife Leistung! Es gibt schlicht keine Band, die so eingängigen Prog-Metal mit ganz, ganz großen Melodien auf die Beine stellt, wundervolle, spektakuläre Balladen inklusive. Wer auf Prog steht und die Briten tatsächlich noch nicht kennt, sollte diese Lücke unbedingt schließen!

Death-Metal-Album des Jahres

Deserted Fear – Kingdom Of Worms

Härte-Faktor 9/10
Oldschool-Faktor: 9/10
Frische-Faktor: 9/10
Humor-Faktor: 10/10

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Die drei sympathischen und humorvollen Youngsters aus Thüringen haben mit mich ihrem modern klingenden Oldschool-Deathmetal-Album „Kingdom of Worms“ absolut weggeblasen. Es hat einfach alles, was ein gutes Todesmetall-Album braucht und lässt zahlreiche Genre-Veröffentlichungen des Jahres von namhafteren Bands weit hinter sich. Noch besser geht es schlicht nicht!


Progressive-Rock-Album des Jahres

Opeth – Pale Communion

Retro-Faktor: 10/10
Gänsehaut-Faktor: 9/10
Virtuoso-Faktor: 8/10
Prog-Faktor: 7/10

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Nach ihrem überraschenden stilistischen Richtungswechsel mit dem letzten Album „Heritage“ haben Opeth aus Schweden ihren „neuen Stil“ nun definitiv gefunden. „Pale Communion“ ist ein schlüssiges Gesamtkunstwerk das sich vor klassischem Progressive-Rock verbeugt und gleichzeitig modern ist. Zudem glänzt es mit hervorragend stimmungsvollen Kompositionen, Ideenreichtum und Frontmann Mikael Åkerfeldt erreicht beim Gesang Meisterleistungen.

Rock-Album des Jahres

Joe Bonamassa – Different Shades Of Blue

Innovations-Faktor: 6/10
Blues-Faktor: 8/10
Virtuoso-Faktor: 10/10
Groove-Faktor: 9/10

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Das mega-produktive Gitarren-Wunderkind Joe Bonamassa aus New Jersey legt nach dem sehr erfolgreichen Vorgänger auf’s Neue ein vielseitiges, melodiöses und ein breites Publikum ansprechendes Bluesrock-Album aufs Tapet. Emotionen, Melodien und Gitarrensolos aus dem Blues-Himmel. Das alles geht ohne Ende ins Herz, den Bauch und das Ohr. Was will man mehr?

Metalcore-Album des Jahres

Architects – Lost Forever, Lost Together

Härte-Faktor: 7/10
Cover-Artwork: 7/10
Lyrik-Faktor: 8/10
Genre-Relevanz: 10/10

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Das heißeste Metalcore-Album 2014 kommt nicht aus den USA, sondern aus England. „Lost Forever, Lost Together“ ist innovativ aber eingängig, politisch aber klischeefrei, relevant aber unverkennbar Metalcore. Die besungenen Themen dürften auch Punkfreunden gefallen, die Riffs sprechen Metalheads an und die Experimentierfreudigkeit Liebhaber progressiver Musik. Das Beste aber ist die Tatsache, daß hier der oft belächelte Metalcore Klischees entkräftet! Danke, Jungs!

Weitere Album-Highlights des Jahres:

Bestes Symphonic-Rock-Album:

„Nightwish ohne Pathos…“
Shear – Katharsis

Bestes Konzeptalbum:

Classic-Rock Reminiszenzen treffen auf Progressive Rock. Wunderbar!
A.C.T. – Circus Pandemonium

Metal-Entdeckung des Jahres:

Innovativer und treffsicherer Mix aus Thrash-, Death- und Symphonic Metal.
Twilightfall – The Energy Of Soul

Herausforderung des Jahres:

Anspruchsvoller Mix aus melodiösem Brit-Pop und experimentellem Psychedelic-Rock.
Knifeworld – The Unraveling

Seelenstriptease des Jahres:

E zeigt sich versöhnt mit der Welt aber melancholisch wie eh und je.
Eels – The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett

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