Voivod

Build Your Weapons – The Best Of The Noise Years

  • Artist: Voivod
  • Album: Build Your Weapons – The Best Of The Noise Years
  • Label: Noise Records / Warner
  • Release: 2017-03-30
  • Medium:
  • Bewertung:0

Ganz klar vorweg: die Wiederveröffentlichung der klassischen Noise Records-Alben von Voivod macht absolut Sinn und kann noch dazu mit größtmöglicher Vollständigkeit in Sachen Bonusmaterial punkten. Mehr Infos zu den guten Stücken findet Ihr in unserer Vorstellung der Rerelease-Kampagne. Die Compilation „Build Your Weapons – The Best Of The Noise Years“ hingegen ist der geradezu klassische Fall einer ziemlich unnötigen Compilation.

Denn die Doppel-CD versammelt in 97 Minuten 20 Songs aus den Alben „RRRÖÖÖAAARRR“, „Killing Technology“ und „Dimension Hatröss“. Bedenkt man, daß die drei Originalalben (ohne ihre jeweiligen Bonustracks) zusammen gerade mal 24 Songs enthielten, kann man sich nur fragen, warum die restlichen Stücke nicht auch noch Platz gefunden haben – die Spielzeit hätten sie bei Gott nicht gesprengt. In diesem Fall würde „Build Your Weapons“ nämlich eine kostengünstige Alternative für die darstellen, die nicht unbedingt die umfangreichen Deluxe-Editionen brauchen. Als Reinschnupper-Schmankerl ist die Scheibe hingegen zu umfangreich ausgefallen, da hätte es ne Einfach-CD mit den absoluten Highlights eher gebracht. Unverzeihlicherweise fehlt übrigens mit „To The Death“ sogar einer der absoluten Liveklassiker der Band, obwohl der von „RRÖÖÖAAARRR“ stammt. Ja, und als Best Of für Einsteiger taugt die Zusammenstellung auch nicht so wirklich, denn natürlich gibt es hier weder Songs vom Debütalbum „War And Pain“ noch von den späteren Prog-Metal-Klassikern „Nothingface“, „Angel Rat“ und „The Outer Limits“, da die nicht bei Noise erschienen waren.

Natürlich, die Musik hierauf ist durchweg fantastisch, aber aufgrund der thematisch bedingten Einseitigkeit fällt es schwer, sich einen Käufer vorzustellen, der mit dieser Zusammenstellung so wirklich glücklich sein wird.

SaschaG

Verteidiger der uncoolen Musik: AOR, Symphonic Prog, Hardrock, Thrash- und Achtziger-Metal, Stax/Atlantic und Mainstream-Rock. Süchtig nach BBC-Serien und schrägem Humor. Findet, dass "Never Let Me Down" nur das viertschlechteste Bowie-Album ist und "Virtual XI" besser als alles, was Iron Maiden danach gemacht haben. 

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