Alyeus

And From The Sky We Fall

  • Artist: Alyeus
  • Album: And From The Sky We Fall
  • Label: Eigenpressung
  • Release: 2015-12-04
  • Medium:
  • Bewertung:2

Aus London stammt das Quintett Alyeus, das mit „And From The Sky We Fall“ sein zweites Album veröffentlicht hat. Aber nicht die britische Hauptstadt ist hier gemeint, sondern eine gleichnamige Stadt in Ontario, Kanada. Vom Himmel sind Alyeus auch nicht gefallen, ging dem Release doch lange und harte Arbeit voran. Diese hat sich jedoch mehr als gelohnt: Die Scheibe, die Teil einer geplanten Konzept-Trilogie ist, verwöhnt den Hörer mit einer guten halben Stunde Musik. Progressiver Metal ist angesagt, melodisch, oftmals experimentell mit ruhigen pianolastigen Passagen und starken Riffs.

Die Kanadier zählen Bands wie Karnivool, Coheed And Cambria und Between The Buried And Me zu ihren Einflüssen, wobei das neue Album im Vergleich zur letztgenannten Band weit weniger brachial wirkt. Wobei in der Liste der benutzten Instrumente auch ein elektrischer Bohrer aufgeführt wird, der sich aber dezent im Hintergrund hält. Hier braucht niemand Berührungsängste zu haben. Viele Ambient-Sounds und eingestreute Samples sorgen für eine düstere leicht melancholische Stimmung. Frontmann Kyle Alexanders Stimme ist einfühlsam und trägt viel zur trotz aller vorhandenen Härte relaxten Stimmung des Albums bei. Zwischendurch wandern Alyeus in Post-Rock-Gefilden, präsentieren einen Track, der fast nur aus Ambient-Geräuschen besteht (‚Casimir‘) und lassen zum Schluss den Titeltrack von der Leine, eine wunderschöne und schwebende Nummer, die mehr Alternative Rock als Progressive Metal ist. Und genau so sollte moderner Prog-Metal doch auch sein: Sich den Genres entziehend auf eigene Pfaden wandeln. Dies gelingt Alyeus mit „And From The Sky We Fall“ sehr gut.

Für den Abschluss der Trilogie wünschen wir uns eigentlich nur noch eine etwas längeres Album und noch mehr Abwechslung, denn trotz aller Qulitäten wirken einige Titel doch austauschbar. Das ist allerdings schon Meckern auf hohem Niveau, denn unter Strich ist dem kanadischen Quintett ein modernes, anspruchvolles und ziemlich eingängiges Album gelungen, das sich munter einer Kategorisierung entzieht.

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